Sieben Familien suchen in Mexiko nach ihren verschwundenen Kindern
Sieben Angehörige aus Kuba, Honduras und Ecuador sind nach Mexiko gereist, um ihre verschwundenen Kinder zu suchen. Die Familien hatten zuletzt am 21. Dezember 2024 Kontakt zu den Migrant:innen, als Anrufe aus San José El Hueyate im Bundesstaat Chiapas getätigt wurden. Nun fordern sie von den lokalen Behörden Antworten über das Verschwinden der jungen Menschen und die mutmaßlich verantwortlichen Schleuser.
Die Gruppe der Mütter – Julia Margarita Bravo Díaz, Lázara Isabel Fernández Sosa, Isis Caridad Pérez Ramos, Elizabeth Guevara Guevara und Alicia Santos Torres aus Kuba sowie Óscar Enrique Hernández Barahona aus Honduras und José Antonio Quindil Unaucho aus Ecuador – traf in Chiapas ein, um die letzten bekannten Schritte ihrer Kinder nachzuvollziehen. Sie besuchten San José El Hueyate, den Ort des letzten Telefonkontakts, bevor sie zu einem grün gestrichenen Schutzhaus in El Hueyate weiterfuhren, wo Schleuser laut Berichten mehrere Fahrzeuge abgestellt hatten.
Die Familien, unterstützt von der internationalen Suchbrigade Rutas Tejiendo („Netzwerke des Suchens“), trafen sich mit Vertretern der Staatsanwaltschaft von Chiapas und der Sonderstaatsanwaltschaft für Migrationsfragen. Die mexikanischen Behörden bestätigten, dass trotz anfänglicher Meldungen über etwa zwanzig vermisste Migrant:innen derzeit nur noch sieben Personen aktiv gesucht werden. Regierungsstellen beteiligen sich an den Suchmaßnahmen, doch die Ermittler konnten bisher keine konkreten Hinweise zum Verbleib der Schleuser liefern.
Die Angehörigen setzen sich weiterhin für Aufklärung sowohl über die verschwundenen Migrant:innen als auch über die beteiligten Schleusernetzwerke ein. Die Behörden bestätigten die laufenden Ermittlungen, gaben jedoch keine weiteren Details bekannt. Die Familien bleiben vor Ort in Chiapas und warten auf neue Entwicklungen im Fall.
