Strom wird günstiger – doch Gaspreise könnten bald wieder steigen
Strom- und Gaspreise in Deutschland entwickeln sich gegenläufig
Während die Stromkosten in Deutschland dank erneuerbarer Energien sinken, könnten die Gasrechnungen in den kommenden Monaten wieder steigen. Die Bundesnetzagentur warnt Verbraucherinnen und Verbraucher, sich auf mögliche Preiserhöhungen einzustellen – wenn auch nicht in dem Ausmaß wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Die Strompreise sind gesunken, da erneuerbare Energien mittlerweile einen großen Anteil günstigen Strom liefern. Allerdings führt dies zunehmend zu Phasen negativer Börsenpreise, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, schlägt Lösungen wie den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den direkten Verkauf von Ökostrom an den Märkten vor. Gleichzeitig zeigt er sich offen für regulatorische Maßnahmen, um die Preise zu stabilisieren.
Bei Gas profitieren die meisten Haushalte noch von Preisgarantien, die zwölf Monate oder länger gelten. Dennoch schließt Müller höhere Kosten nicht aus, sobald diese Verträge auslaufen. Er betonte, Gas bleibe ein wertvoller Rohstoff, und rief zu einem sparsamen Umgang auf. Etwaige Preisanstiege dürften jedoch weniger drastisch ausfallen als die starken Erhöhungen im Jahr 2022.
Der Energiemarkt in Deutschland zeigt ein gespaltenes Bild: Während Ökostrom den Strom günstiger macht, könnten die Gaspreise bald wieder steigen. Verbraucher mit langfristigen Gasverträgen sind vorerst abgeschirmt – doch mit dem Auslaufen dieser Vereinbarungen könnten Anpassungen kommen.






