Südafrikas Kampf gegen Gewaltkriminalität und Korruption eskaliert weiter
Lukas FrankeSüdafrikas Kampf gegen Gewaltkriminalität und Korruption eskaliert weiter
Südafrika kämpft mit einer wachsenden Krise durch gewalttätige Kriminalität und Korruption. Besonders betroffen sind arme Viertel, in denen Banden schwache Sicherheitsvorkehrungen und langsame Polizeireaktionen ausnutzen, um ihre Machenschaften voranzutreiben. Anfang dieses Jahres entsandte der Präsident das Militär, um die Behörden im Kampf gegen die organisierte Kriminalität zu unterstützen. Dennoch zögern viele Bürger in Hochrisikogebieten, mit den Behörden zusammenzuarbeiten – aus Angst vor Korruption und tief verwurzelten Misstrauen. Die Korruption innerhalb der Polizei hat das Vertrauen der Bevölkerung zusätzlich stark erschüttert. Mehr als ein Dutzend hochrangige Beamte wurden bereits wegen mutmaßlicher Verstrickung mit kriminellen Syndikaten festgenommen.
Besonders problematisch sind die illegalen Bergbau-Banden, bekannt als Zama-Zamas, die vor allem in und um Johannesburg agieren. Diese Gruppen führen brutale Revierkämpfe und kosten den Staat jährlich über 3 Milliarden Dollar. Erst kürzlich starben bei einer Massenerschießung in Johannesburg zwölf Menschen, mindestens 15 weitere wurden verletzt. Mit schätzungsweise 2 bis 3 Millionen illegalen Schusswaffen im Umlauf bleiben Feuerwaffen die häufigste Todesursache bei Morddelikten im Land. Die Situation in Südafrika bleibt angespannt, da gewalttätige Kriminalität und Korruption weiterhin das tägliche Leben prägen. Die Maßnahmen der Regierung, darunter der Einsatz des Militärs, zeigen bisher nur begrenzt Wirkung, während die Bevölkerung unter den Folgen der Unsicherheit leidet.
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