Theaterpreis-Jury schließt Shapiro und Don Quijote nach Moskau-Besuch aus
Greta WolfTheaterpreis-Jury schließt Shapiro und Don Quijote nach Moskau-Besuch aus
Die Jury des Lettischen Theaterpreises hat Adolf Shapiro und seine Inszenierung von Don Quijote von den diesjährigen Nominierungen ausgeschlossen. Der Ausschluss erfolgt nach Shapiros Teilnahme an einem Treffen im Moskauer Künstlertheater (MKT) am 18. Juni. Ursprünglich war Shapiros Don Quijote in mehreren Kategorien für die Nächte der Schauspieler-Preise in Riga nominiert, darunter als beste Aufführung. Shapiro selbst galt als Anwärter auf die Auszeichnung als Regisseur des Jahres. Doch die Jury revidierte ihre Entscheidung und strich sowohl die Produktion als auch den Regisseur aus allen Nominierungslisten.
Gundars Āboliņš, der Hauptdarsteller der Inszenierung, reagierte auf den Ausschluss, indem er seine eigene Nominierung als bester Schauspieler öffentlich ablehnte. Er bezeichnete das Vorgehen der Jury als „feige und politisch motiviert“. Durch den Ausschluss werden weder Shapiro noch Don Quijote bei der Preisverleihung berücksichtigt.
Āboliņš’ Verzicht auf seine Nominierung verschärft die Kontroverse um die Veranstaltung weiter. Der Schritt der Jury folgt auf Shapiros jüngsten Besuch in Moskau, der offensichtlich als Auslöser für die Entscheidung diente. Die Entscheidung der Jury hat weitreichende Folgen für die betroffenen Künstler und die Nominierungen. Sowohl Shapiro als auch seine Inszenierung Don Quijote bleiben bei der diesjährigen Preisverleihung ohne Berücksichtigung. Die Debatte um die politischen und ethischen Grundlagen der Juryarbeit wird dadurch weiter angeheizt.
