Tierschützer protestieren gegen Untätigkeit der Stadt Xalapa bei Tierquälerei und Sterilisationsstopp
Amelie KrügerTierschützer protestieren gegen Untätigkeit der Stadt Xalapa bei Tierquälerei und Sterilisationsstopp
Dutzende Tierschützer versammelten sich diese Woche in Xalapa, um gegen das Vorgehen der lokalen Regierung bei Fällen von Tierquälerei zu protestieren. Die Demonstranten warfen den Behörden vor, Berichte über Vergiftungen von Hunden zu ignorieren und lebenswichtige Hilfsangebote für herrenlose Tiere gestrichen zu haben.
Im Fokus der Proteste stand Bürgermeisterin Daniela Griego, der die Aktivisten vorwerfen, die zunehmende Gewalt gegen Tiere in der Stadt nicht einzudämmen. Mehrere Organisationen hatten bereits zuvor auf die Vergiftungsfälle hingewiesen, doch die Verantwortlichen sollen die Meldungen angeblich abgetan haben.
Kritik üben die Protestierenden auch an der Abschaffung der kostenlosen Kastration- und Sterilisationsprogramme. Sie argumentieren, dass das städtische Tiergesundheitszentrum mittlerweile nicht einmal mehr über grundlegende Ausrüstung verfüge, was Sterilisationen praktisch unmöglich mache. Zudem seien tierärztliche Konsultationen für Streuner – einst kostenlos – nun gebührenpflichtig, obwohl die Zahl der ausgesetzten Tiere steigt.
Die Aktivisten warnen, dass diese Maßnahmen die Überpopulation und das Leid unter den herrenlosen Hunden und Katzen in Xalapa weiter verschärfen werden. Sie fordern die Stadtverwaltung auf, umgehend die gestrichenen Leistungen wiederherzustellen und die Vorwürfe von Tierquälerei zu untersuchen.
Die Demonstration machte die seit Langem schwelenden Spannungen zwischen Tierschutzgruppen und lokalen Behörden deutlich. Da kostenlose Sterilisationen und tierärztliche Versorgung nun eingeschränkt sind, befürchten die Aktivisten eine Zunahme des Tierleids. Eine Stellungnahme aus dem Büro der Bürgermeisterin zu den Vorwürfen steht bisher aus.






