Trump droht mit 100-Prozent-Zöllen gegen Länder mit Digitalsteuern auf US-Firmen
Greta WolfTrump droht mit 100-Prozent-Zöllen gegen Länder mit Digitalsteuern auf US-Firmen
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat erneut mit harten Maßnahmen gegen Länder gedroht, die Digitalsteuern auf US-Unternehmen einführen. Dieser Schritt würde alle bestehenden Handelsabkommen mit den betroffenen Staaten außer Kraft setzen und durch einen Strafzoll von 100 Prozent auf Importe ersetzen. Trump setzte den 4. Juli als Frist für die EU und die USA, um ein neues Handelsabkommen abzuschließen. Im Rahmen dieser Vereinbarung solle für europäische Importe eine Obergrenze von 15 Prozent gelten, während Digitalsteuern explizit ausgenommen wären.
Seine jüngste Drohung zielt darauf ab, weitere Länder davon abzuhalten, solche Maßnahmen einzuführen, die sich gezielt gegen US-Firmen richten. Dies unterstreicht eine verschärfte Haltung Washingtons gegenüber Steuern, die als ungerechtfertigte Belastung für amerikanische Unternehmen wahrgenommen werden. Bereits etwa die Hälfte aller OECD-Mitgliedsländer hat eine Digitalsteuer angekündigt, vorgeschlagen oder bereits eingeführt.
Trump hatte bereits im vergangenen Jahr Kanada vor ähnlichen Zöllen gewarnt, nachdem das Land eine Digitalsteuer vorgeschlagen hatte. Der kanadische Plan wurde daraufhin zurückgezogen. Die Ankündigung zeigt, wie ernst die USA die Durchsetzung ihrer wirtschaftspolitischen Interessen nehmen. Sollten Länder die Digitalsteuern dennoch einführen, droht ihnen der Verlust aller bestehenden Handelsvorteile und die Einführung der hohen Strafzölle.
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