USMCA-Verhandlungen: Texas bangt um Milliardenhandel mit Mexiko vor entscheidender Frist
Greta WolfUSMCA-Verhandlungen: Texas bangt um Milliardenhandel mit Mexiko vor entscheidender Frist
Die Regierung unter Donald Trump steht vor einer entscheidenden Frist zur Verlängerung des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA). Wird bis zum 1. Juli keine neue Einigung erzielt, läuft das aktuelle Abkommen in zehn Jahren aus. Das Übereinkommen spielt eine zentrale Rolle im nordamerikanischen Handel, da es Produzenten, Transportnetze und Verbraucher über den gesamten Kontinent hinweg verbindet.
Der Handel mit Mexiko ist ein Eckpfeiler der Wirtschaft von Texas. Seit mindestens 17 Jahren ist Mexiko der wichtigste Handelspartner des Bundesstaates. Allein 2024 exportierte Texas Mineralien und Heizöl im Wert von über 34 Milliarden US-Dollar in das Nachbarland im Süden.
Präsident Donald Trump hat erklärt, er ziehe es vor, das USMCA vollständig aufzugeben. Doch Michelle Schulz, eine in Dallas ansässige Handelsanwältin, deutet an, dass der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer weniger geneigt sei, das Abkommen zu kündigen als der Präsident. Laut den Bestimmungen des Vertrags kann jedes der drei Länder nach ordnungsgemäßer Ankündigung jederzeit austreten.
Ein Rückzug der USA könnte Texas hart treffen – insbesondere den Energiesektor. Die Wirtschaft des Bundesstaates ist in hohem Maße von grenzüberschreitendem Handel abhängig, und das USMCA trägt dazu bei, reibungslose Lieferketten in ganz Nordamerika aufrechtzuerhalten.
Die Frist am 1. Juli rückt näher, während die Verhandlungen weitergehen. Ohne Verlängerung läuft das bestehende USMCA nach einem Jahrzehnt aus. Ein Scheitern des Abkommens könnte die Handelsströme stören, vor allem für Texas, wo die Energiebranche und andere Industriezweige auf stabile grenzüberschreitende Verbindungen angewiesen sind.






