Vertrauenskrise: Warum 82 Prozent der Deutschen die Regierung nicht mehr glauben
Amelie KrügerVertrauenskrise: Warum 82 Prozent der Deutschen die Regierung nicht mehr glauben
Das Vertrauen in den deutschen Staat ist auf einem kritischen Tiefstand. Über 82 Prozent der Bevölkerung glauben nicht mehr, dass die Regierung die Probleme des Landes lösen oder ihre grundlegenden Aufgaben erfüllen kann. Der dramatische Vertrauensverlust wird inzwischen als ernsthafte Bedrohung für die Demokratie selbst wahrgenommen.
Seit drei Jahren schafft es die Bundespolitik nicht, die Bürger zu beruhigen oder die stagnierende Wirtschaft wiederzubeleben. Nach 16 Jahren mit kaum Wachstum fühlen sich viele im Stich gelassen. Die Last von Sparmaßnahmen und Reformen trägt vor allem die arbeitende Bevölkerung, die gesetzlich Versicherten und Angestellten – während Wohlhabende, privat Versicherte und Beamte weitgehend verschont bleiben.
Mehr als 80 Prozent der Deutschen halten die Vermögensverteilung für ungerecht. Zwei Drittel befürworten die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer sowie eine gerechtere Erbschaftssteuer für Milliardenerben. Eine Regierung, die das Vertrauen zurückgewinnen will, kann eine derart breite Meinung nicht ignorieren.
Die Forderungen nach mehr Gerechtigkeit werden lauter. Um das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen, sind visionäre Reformen und Maßnahmen nötig, die die Ungleichheit bekämpfen. Ohne spürbaren Wandel könnten die Grundfesten der Demokratie weiter erodieren.






