13 March 2026, 08:09

VfB Stuttgart wirft FC Porto nach 1:2-Niederlage taktische Manipulation vor

Ein Schiedsrichter spricht mit zwei Fußballspielern auf einem Rasenfeld, einer hält einen Ball.

"37 Mal am Boden": Undav verärgert über Provokation - VfB Stuttgart wirft FC Porto nach 1:2-Niederlage taktische Manipulation vor

Die Spieler des VfB Stuttgart haben nach der hitzigen 1:2-Niederlage im Hinspiel des Achtelfinals der Europa League gegen den FC Porto scharf mit den Gegnern ins Gericht gegangen. Die deutsche Mannschaft warf den Portugiesen vor, durch systematisches Zeitspiel und taktische Tricks den Spielverlauf manipuliert zu haben – ein Verhalten, das sie als beispiellos brandmarkten. Besonders frustrierend: Porto nutzte zwei Abwehrfehler der Stuttgarter in einer kurzen Phase der ersten Halbzeit gnadenlos aus und übernahm damit die Kontrolle über die Partie.

Die Stimmung kippte endgültig, als die Gäste innerhalb von nur sechs Minuten zwei Tore erzielten und dabei Schwächen in der Stuttgarter Defensive ausnutzten. Im weiteren Verlauf häufte sich die Kritik an Porto wegen wiederholter Spielverzögerungen. Deniz Undav, Nationalspieler Deutschlands, wies darauf hin, dass die Porto-Spieler ganze 37 Mal zu Boden gegangen seien. Zudem kritisierte er den Schiedsrichter scharf, der gegen diese Taktik nicht entschlossen genug eingeschritten sei.

Angelo Stiller, Stuttgarts Mittelfeldregisseur, bezeichnete Portos Vorgehen als etwas, das er in dieser Form noch nie erlebt habe. Zwar räumte er ein, dass seine Mannschaft eigene Fehler gemacht habe, doch entlastete er die Gegner keineswegs für ihre Rolle bei der Zerstörung des Spielrhythmus. Teamkollege Maximilian Mittelstädt pflichtete der Wut bei und betonte, die Mannschaft werde mit brennender Entschlossenheit am kommenden Donnerstag nach Portugal reisen.

Undav machte deutlich, dass der VfB nun selbst die Intensität deutlich steigern müsse, um das Defizit noch zu wenden. Die Aufgabe ist dringend: Nur ein Sieg in Porto kann die Viertelfinal-Träume am Leben halten. Doch bevor es soweit ist, bleibt Sebastian Hoeneß' Team kaum Zeit zur Erholung – am Sonntag steht bereits das Bundesliga-Duell gegen RB Leipzig an.

Die Stuttgarter sehen sich nun mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Zuerst gilt es, den emotionalen Dämpfer aus der Europa League zu verarbeiten und gegen Leipzig wichtige Punkte zu holen. Dann folgt die schwierige Auswärtsmission in Porto, wo einzig ein Erfolg den Einzug in die nächste Runde sichert. Die Spieler haben ihren Frust deutlich gemacht – doch am Ende werden die Leistungen auf dem Platz über ihr Schicksal entscheiden.

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