Warum dieses CDU-AfD-Foto in Berlin für einen Eklat sorgt
Ein Foto von CDU-Chef Guido Heuer und dem AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund sorgt in Berlin für Aufsehen. Die Aufnahme zeigt Heuer mit der Hand auf Siegmunds Schulter während einer Podiumsdiskussion. Kritiker sprechen von einem „massiven Problem“ für die CDU und einem Zeichen für die Erosion politischer Grenzen.
Der Streit begann, als ein Bild auftauchte, das Heuer und Siegmund zeigt, wie sie sich über ein gemeinsames Mikrofon beugen. Heuer hatte Siegmund dabei die Hand auf die Schulter gelegt, während dieser lachend reagierte. Der Moment entstand während einer öffentlichen Diskussion, bei der technische Probleme die beiden näher zusammenbrachten.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken im Landtag, erklärte, solche Fotos dürften es „eigentlich nicht geben“. Eine Hand eines Demokraten gehöre nicht auf die Schulter eines AfD-Mitglieds, argumentierte sie. Auch die Grünen äußerten Besorgnis und sahen in dem Bild einen Mangel an sichtbarer Distanz zwischen CDU und AfD.
Der Vorfall ereignet sich zu einer Zeit, in der die AfD in Umfragen zulegt. Aktuell liegt die Partei bei 29 Prozent – neun Punkte vor der CDU. Eine absolute Mehrheit der AfD bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erscheint möglich. Unterdessen kritisierte ZDF-Moderator Markus Lanz die Praxis, AfD-Politiker offen zu meiden, und befeuerte damit die Debatte über den politischen Umgang mit der Partei.
Das Foto hat die Diskussion über die Haltung der CDU gegenüber der AfD weiter angeheizt. Beobachter verweisen auf die bröckelnde politische Brandmauer in Berlin. Die steigenden Umfragewerte der AfD und mögliche Wahlgewinne deuten auf eine Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland hin.






