Wladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper – ein Abschied mit Weitsicht
Greta WolfGeneralmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski verlässt 2029 die Bayerische Staatsoper – ein Abschied mit Weitsicht
Wladimir Jurowski wird 2029 sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper niederlegen. Sein Abschied markiert das Ende einer Amtszeit, die mit einer zweijährigen Vertragsverlängerung begann und später um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Jurowski ist überzeugt, dass der Zeitpunkt für seinen Rücktritt richtig ist – auch ohne konkrete Pläne für die Zukunft.
Ursprünglich hatte Jurowski seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert, doch die Vereinbarung wurde später angepasst, sodass er die Position nun bis 2029 innehat. Offener als viele andere spricht er über seine Führungsphilosophie: Institutionen, so seine Überzeugung, profitieren von regelmäßiger Erneuerung. Weder eine zu lange noch eine zu kurze Amtszeit diene einer Einrichtung wirklich.
Auch seinen persönlichen Umgang mit Übergängen hat er beschrieben – etwa die Faszination, mit einem "weißen Blatt" neu zu beginnen. Trotz seines Abschieds will er die enge Verbindung zur Bayerischen Staatsoper aufrechterhalten, denn gute Beziehungen sollten seiner Meinung nach über das berufliche Engagement hinaus bestehen. Operndirektor Serge Dorny bleibt unterdessen mindestens bis 2031 in seinem Amt.
Für die Zeit nach 2029 hat Jurowski keine festen Vorhaben. Statt langfristige Pläne zu schmieden, konzentriert er sich lieber auf die Gegenwart. Seine Entscheidung, die Staatsoper zu verlassen, folgt dem Prinzip, auf das eigene Gespür zu vertrauen – unabhängig von vergangenen Erfolgen.
Mit Jurowskis Ausscheiden 2029 endet seine Zeit als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Die Institution wird unter der Leitung von Operndirektor Serge Dorny weitergeführt, dessen Vertrag bis 2031 läuft. Bis dahin bleibt Jurowski ganz bei seiner aktuellen Aufgabe – und lässt die nächsten Schritte offen.