20 June 2026, 20:24

Wolfenbüttel baut neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig – trotz Haushaltsdefizit

Wolfenbüttel setzt auf Fahrradschnellweg trotz Haushaltsdefizit und politischer Streitigkeiten

Wolfenbüttel baut neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig – trotz Haushaltsdefizit

Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat Pläne für eine neue Fahrradschnellverbindung nach Braunschweig genehmigt. Das Projekt soll den Radverkehr zwischen den beiden Städten fördern, obwohl die Haushaltslage angespannt ist. Der Stadtrat gab nun grünes Licht für die Umsetzung des Vorhabens. Die geplante Strecke würde Baukosten in Höhe von 1,365 Millionen Euro verursachen, wobei die jährlichen Unterhaltungskosten auf 30.000 Euro geschätzt werden. Nach Fertigstellung rechnet die Stadt mit etwa 2.000 täglichen Fahrten auf der neuen Verbindung.

Bisher verbinden bereits zwei gut ausgebaute Radwege Wolfenbüttel und Braunschweig, doch weniger als fünf Prozent aller Fahrten zwischen den Städten entfallen auf das Fahrrad. Trotz eines Haushaltsdefizits von 19 Millionen Euro bleibt Wolfenbüttel dem Bau der neuen Fahrradschnellverbindung verpflichtet.

Die SPD unterstützt das Projekt, um eine gleichberechtigte Behandlung von Radfahrern, Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten. Leonhard Pröttel von den Grünen kritisierte indes die CDU, sie konzentriere sich stattdessen auf lokale Radprojekte und betreibe mit der verzögerten Priorisierung der interkommunalen Verbindung Populismus. Mit der Genehmigung des Projekts setzt Wolfenbüttel ein Zeichen für die Stärkung des Radverkehrs in der Region. Die neue Fahrradschnellverbindung soll langfristig die Attraktivität des Radfahrens zwischen den Städten erhöhen und den Modal Split zugunsten des Umweltverbunds verschieben.

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