Zweifel an Backhaus' Aussagen: Widersprüche im Fall des toten Buckelwals
Amelie KrügerZweifel an Backhaus' Aussagen: Widersprüche im Fall des toten Buckelwals
Zweifel an den Aussagen von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus im Fall eines toten Buckelwals sind aufgekommen. Interne Unterlagen deuten darauf hin, dass seine Angaben zu den Ortungsdaten und dem Überleben des Tieres möglicherweise nicht zutreffend sind.
Der Wal war am 2. Mai mit einem Splash10-F-Sender freigelassen worden. Den Daten zufolge legte er 215 Kilometer auf geradem Kurs zurück, bevor die Signale abbrachen. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, wertete die Informationen aus und stellte fest, dass der Wal lediglich in den ersten vier Stunden nach der Freilassung tauchte – und nicht, wie vom Minister behauptet, über mehrere Tage hinweg.
Minister Backhaus hatte gegenüber der Presse erklärt, der Wal habe bis zum 6. oder 7. Mai gelebt. Doch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) konnte diesen Zeitrahmen nicht bestätigen. Zudem gab er an, LUNG-Experten hätten die Ortungsdaten ausgelesen – interne Dokumente zeigen jedoch, dass diese tatsächlich von einer privaten Rettungsinitiative stammen. Fachleute wiesen zudem darauf hin, dass die vorliegenden Daten nur einen Bruchteil dessen darstellen, was das Gerät hätte aufzeichnen können.
Die Widersprüche werfen Fragen zur Richtigkeit der öffentlichen Aussagen des Ministers auf. Die Ortungsdaten und amtlichen Aufzeichnungen widersprechen zentralen Angaben in seiner Schilderung der Walbewegungen und des Überlebenszeitraums. Dass das LUNG den Zeitplan nicht verifizieren kann, verstärkt die Unsicherheiten in diesem Fall.






