Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Syrer sind für Deutschland unverzichtbar"
Amelie KrügerAlabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Syrer sind für Deutschland unverzichtbar"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern aus Deutschland
Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ hat Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern aus Deutschland scharf kritisiert. Solche Debatten sorgten für unnötige Verunsicherung, warnte sie.
Die Ministerin betonte zugleich die wertvolle Rolle der syrischen Diaspora-Gemeinden in Deutschland. Sie hob ihre langjährigen Beiträge zum Wiederaufbau Syriens sowie ihre tiefen Verbindungen zur deutschen Gesellschaft hervor. Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über Forderungen, Syrer mögen sich „endlich“ am Wiederaufbau ihres Heimatlandes beteiligen. Viele engagierten sich bereits seit Jahren – mit konkreten und erfolgreichen Initiativen.
Auf der Veranstaltung berichteten zahlreiche Teilnehmer von ihren Erfahrungen beim Wiederaufbau Syriens aus Deutschland heraus. Die Ministerin unterstrich, dass diese Menschen auch für die deutsche Gesellschaft unverzichtbar seien.
Zudem kündigte sie Pläne an, die Einbindung von Diaspora-Gemeinden in die deutschen Entwicklungszusammenarbeitsprogramme zu stärken. Ziel sei es, ihr Fachwissen besser in laufende Projekte zur Unterstützung der syrischen Zukunft zu integrieren.
Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über Zwangsrückführungen, die in syrischen Communities in Deutschland für Unbehagen sorgen. Mit ihren Vorschlägen will die Ministerin deren Engagement formalisieren und ihre doppelte Rolle – sowohl in der deutschen Gesellschaft als auch beim Wiederaufbau Syriens – anerkennen. Nun steht die Regierung vor der Aufgabe, diese Pläne in die Tat umzusetzen.






