14 April 2026, 04:35

Barbesitzerin Moretti bricht vor Gericht zusammen – Sicherheitsmängel eingeräumt

Schwarzes und weißes Gerichtsszenario aus dem Prozess 'The Brighton Railway Tragedy' mit einer stehenden Figur, die ein Buch hält und einem Zug im Hintergrund.

Barbesitzerin Moretti bricht vor Gericht zusammen – Sicherheitsmängel eingeräumt

Jessica Moretti, Inhaberin der Bar Le Constellation in Crans-Montana, musste sich am Donnerstag in Sion zu einem jüngsten Vorfall in ihrem Lokal befragen lassen. Die Anhörung folgte auf eine angespannte Konfrontation mit Angehörigen der Opfer, die vom französischen Sender TF1 auf Kamera festgehalten wurde.

Vor ihrer Aussage erlebte Moretti vor dem Gerichtsgebäude einen sichtbaren Zusammenbruch. Auf Aufnahmen war zu sehen, wie sie sichtlich mitgenommen zur Vernehmung eintraf. Im Inneren erwarteten sie Anwälte, die die Familien der Opfer vertreten und ihren emotionalen Ausbruch als unerwartet beschrieben.

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Während der Vernehmung räumte Moretti ein, dass in ihrer Bar nie Evakuierungsübungen durchgeführt worden seien. Sie betonte jedoch, ihre unmittelbare Priorität während des Vorfalls sei es gewesen, Alarm zu schlagen, die Räumlichkeiten zu evakuieren und die Rettungskräfte zu verständigen. Ihr Anwaltsteam kritisierte im Nachhinein das Fehlen polizeilicher Unterstützung bei der früheren Konfrontation.

Moretti widersprach zudem offiziellen Berichten, indem sie angab, an jenem Abend seien zwei Türsteher im Einsatz gewesen – obwohl die Unterlagen etwas anderes nahelegen. Sie erkannte die Wut der Opferangehörigen an und versprach, sich direkt mit deren Anliegen auseinanderzusetzen.

Die Auseinandersetzung vor dem Gericht hatte sich zugespitzt, als Angehörige der Betroffenen Moretti und ihren Ehemann zur Rede stellten. Die Anwälte der Familien schilderten die Begegnung als plötzlichen, körperlichen Ausbruch, der sie überrascht habe.

Morettis Aussage deckte gravierende Mängel in den Sicherheitsvorkehrungen ihrer Bar auf, darunter das Fehlen von Evakuierungstrainings. Die Befragung brachte zudem Unstimmigkeiten bei der Sicherheitspersonalbesetzung in der Nacht des Vorfalls ans Licht. Die Behörden werden nun ihre Aussagen zusammen mit Zeugenberichten prüfen, bevor über weitere Schritte entschieden wird.

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