14 April 2026, 10:35

Belarussischer Historiker erhält erstmals renommierten Forschungspreis für gemeinsame osteuropäische Geschichte

Ein polnisches Propagandaplakat für die polnische Revolution mit einer zentralen Figur mit menschlichem Gesicht und Text mit Ereignisinformationen.

Belarussischer Historiker erhält erstmals renommierten Forschungspreis für gemeinsame osteuropäische Geschichte

Zum ersten Mal ist in diesem Jahr ein Vertreter des demokratischen Belarus mit dem renommierten Preis für historische Forschung ausgezeichnet worden. Die Ehre gebührt Dr. Aliaksandr Smalianchuk, einem Professor, der sich auf die gemeinsame Vergangenheit von Belarus, Litauen und Polen spezialisiert hat. Bei der Verleihung stand die Bedeutung akademischer Zusammenarbeit für die Überwindung von Gräben in Mittel- und Osteuropa im Mittelpunkt.

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Die Veranstaltung wurde vom Forum für Zusammenarbeit und Dialog Polen-Litauen gemeinsam mit dem Jerzy-Giedroyc-Forum für Dialog und Kooperation organisiert. Ziel ist es, die Bindungen zwischen Polen, Litauen und den angrenzenden Regionen zu stärken, den Austausch zu fördern und das gegenseitige Verständnis zu vertiefen.

Pavel Latushka, stellvertretender Leiter des Vereinten Übergangskabinetts, hielt bei der Zeremonie eine Rede. Er bezeichnete Smalianchuks Werk als einen unverzichtbaren Beitrag zur Rückgewinnung belarussischer Geschichtserzählungen und nannte es ein "Symbol nationaler Würde". Latushka betonte zudem, dass Belarus zu Europa gehöre, und lehnte jeden Versuch ab, entlang des Bug-Flusses einen neuen "Eisernen Vorhang" entstehen zu lassen.

Smalianchuk, der als Doktor der Geschichtswissenschaften am Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften tätig ist, widmete den Preis allen belarussischen Historikern, die aufgrund von Repressionen in ihrem Fachbereich ins Exil gezwungen wurden. Seine Forschung konzentriert sich auf die verwobene Geschichte von Belarus, Litauen und Polen.

Die Preisverleihung markierte einen historischen Moment, da erstmals ein belarussischer Wissenschaftler gewürdigt wurde. Smalianchuks Arbeit trägt trotz anhaltender Herausforderungen weiterhin dazu bei, die gemeinsame regionale Geschichte zu erhellen. Die Auszeichnung unterstrich zudem die Bedeutung grenzüberschreitender akademischer Zusammenarbeit in Mittel- und Osteuropa.

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