Betrüger erpressen Balkon-Solaranlagen-Besitzer mit gefälschten Strafgebühren
Amelie KrügerBetrüger erpressen Balkon-Solaranlagen-Besitzer mit gefälschten Strafgebühren
Betrüger verschicken gefälschte Schreiben an Besitzer kleiner Balkon-Solaranlagen und fordern Gebühren für nicht angemeldete Anlagen Die Masche nutzt die Verunsicherung über tatsächliche Meldepflichten aus und täuscht Empfänger mit falschen Strafandrohungen. Behörden warnen nun vor den täuschenden Briefen.
In den betrügerischen Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Sie fordern eine „Gebühr“ von 41,60 Euro und drohen mit einem „vollen Bußgeld“ von 208 Euro, falls die Zahlung nicht innerhalb von 14 Tagen erfolgt. Zudem werden die Besitzer aufgefordert, ihre Anlagen umgehend zu registrieren und einen jährlichen EEG-Bericht vorzulegen.
Die Fälschungen enthalten falsche Kontaktdaten, etwa die E-Mail-Adresse [email protected], die nicht zur Bundesnetzagentur gehört. Die angegebenen Telefonnummern nutzen gefälschte Vorwahlen (0229 und 0223) für Bonn, wo die Behörde ihren Sitz hat. Auch die Absenderadresse in den Briefen stimmt nicht mit dem tatsächlichen Standort der Agentur überein.
Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass es sich um gefälschte Schreiben handelt. Sie rät Empfängern, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren und den Betrugsversuch bei der Polizei anzuzeigen. Zwar ist eine echte Anmeldung innerhalb eines Monats nach Installation einer Balkon-Solaranlage vorgeschrieben, doch betont die Behörde, dass diese Briefe nicht offiziell sind.
Die Betrüger nutzen die Verwirrung um die Meldepflichten für Solaranlagen aus und setzen auf Einschüchterung durch angebliche Strafen. Die Behörden fordern alle, die solche Schreiben erhalten, auf, die Angaben zu prüfen und den Betrug zu melden. Die korrekte Registrierung bleibt zwar Pflicht – Zahlungen sollten jedoch ausschließlich über offizielle Kanäle geleistet werden.






