Chicagoer Polizeichef wegen Waffenmanipulation und Beweisfälschung angeklagt
Lukas FrankeChicagoer Polizeichef wegen Waffenmanipulation und Beweisfälschung angeklagt
Earl Mayo, der Polizeichef von Chicago, steht wegen schwerwiegender Vorwürfe vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, eine Waffe verkauft zu haben, die mit einem laufenden Ermittlungsverfahren in Verbindung stand. Zudem soll er Beamte angewiesen haben, Beweismaterial zu manipulieren, bevor es beschlagnahmt werden konnte.
Die Ermittlungen brachten eine Pistole vom Typ Taurus G3 ans Licht, die direkt zu Mayo zurückverfolgt werden konnte. Auch eine weitere Person, Taneka Borders, ist in den Fall verwickelt und wird beschuldigt, Mayo beim illegalen Erwerb einer Schusswaffe unterstützt zu haben. Laut den Vorwürfen hatte Mayo die Taurus G3 an ein Pfandhaus in Hobart, Indiana, verkauft, obwohl die Waffe noch als Beweisstück in einem laufenden Verfahren sichergestellt war. Eine Rückverfolgungsanfrage bestätigte später den Zusammenhang zwischen der Pistole und dem Polizeichef.
Darüber hinaus soll Mayo einen anderen Polizisten angewiesen haben, die Waffe aus dem Pfandhaus zurückzukaufen, um ihre Spur zu verwischen. Den Ermittlungen zufolge bat er den Beamten zudem, Schalldämpfer und weitere Schusswaffen aus einem Tresor in seiner Wohnung zu bergen, bevor diese von den Behörden beschlagnahmt werden konnten.
Die Staatsanwaltschaft wirft Mayo vor, bewusst versucht zu haben, Beweismittel zu beseitigen. Taneka Borders, die ebenfalls angeklagt ist, soll ihm dabei geholfen haben, eine weitere Waffe zu erwerben. Beide müssen sich nun in einem Prozess verantworten, der in den kommenden Wochen weiterverfolgt wird. Der Fall gegen Earl Mayo und Taneka Borders wirft Fragen über die Integrität der Polizeiarbeit in Chicago auf. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen beiden schwere rechtliche Konsequenzen. Der Prozess wird zeigen, inwieweit die Vorfälle mit Mayos Amt als Polizeichef zusammenhängen und welche weiteren Maßnahmen daraus folgen.






