Dehoga-Chef Schimke lehnt Pflicht-Altersvorsorge ab und warnt vor Bürokratie-Kosten
Amelie WeberDehoga-Chef Schimke lehnt Pflicht-Altersvorsorge ab und warnt vor Bürokratie-Kosten
Der Vorsitzende des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Klaus Schimke, hat Bedenken gegen Pläne zur Einführung einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge geäußert. Eine solche Regelung werde weder das Wirtschaftswachstum fördern noch die Jobchancen der Beschäftigten verbessern, argumentierte er.
Schimke widersprach damit direkt einem Vorschlag der DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Die Pläne würden die Bürokratie erhöhen und die tatsächlichen Kosten für Unternehmen in die Höhe treiben, so seine Kritik. Statt auf „Klassenkampf“ sollten sich die Gewerkschaften seiner Meinung nach auf stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft durch pragmatische Lösungen konzentrieren.
Der Branchenverband blickt nun mit Erwartungen auf den Krisengipfel im Kanzleramt. Schimke fordert von der Koalitionsspitze, die vereinbarten Reformen zügig umzusetzen. Besonders dringend sei dabei die geplante Novelle des Arbeitszeitgesetzes.
„Die Zeit wird knapp“, warnte Schimke und mahnte die Politiker zum Handeln. Er hofft, dass der Gipfel ein klares Signal setzt, um noch vor der Sommerpause eine einheitliche Wochenarbeitszeit einzuführen.
Seine Warnungen unterstreichen die mögliche Belastung, die neue arbeitskostenbezogene Vorschläge für die Wirtschaft darstellen. Der Krisengipfel könnte entscheiden, ob zentrale Reformvorhaben – darunter das Arbeitszeitgesetz – wie geplant vorankommen. Das Ergebnis wird mitbestimmen, wie sich die wirtschaftliche Stabilität und die Jobperspektiven in den kommenden Monaten entwickeln.






