31 May 2026, 06:05

Deutsche Krankenhäuser am Abgrund: 75 Prozent kämpfen ums Überleben

Krankenhaus-Barometer: 74 Prozent bewerten Lage als unzufriedenstellend - DKG warnt vor Weihnachtsgeld

Deutsche Krankenhäuser am Abgrund: 75 Prozent kämpfen ums Überleben

Eine aktuelle Umfrage offenbart tiefe finanzielle Probleme in deutschen Krankenhäusern. Fast drei Viertel von ihnen bewerten ihre aktuelle Lage als schlecht – viele kämpfen damit, selbst grundlegende Kosten zu decken. Die Ergebnisse deuten auf eine sich verschärfende Krise in den kommenden Monaten hin.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die zwischen dem 17. und 22. April 2026 durchgeführte Erhebung zeigt alarmierende Zahlen: Im Schnitt verfügen die Häuser nur über ausreichend liquide Mittel, um laufende Ausgaben für sechs Wochen zu bestreiten. Lediglich 9 Prozent können ihre Betriebskosten mit den vorhandenen Rücklagen auf unbestimmte Zeit decken.

Besonders stark betroffen sind große Kliniken: Unter denen mit 600 oder mehr Betten stufen 95 Prozent ihre Finanzlage als schlecht ein. Auch ländliche Krankenhäuser rechnen mit einem weiteren Abschwung – 79 Prozent erwarten innerhalb von sechs Monaten eine weitere Verschlechterung. Insgesamt gehen 59 Prozent aller Häuser davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation bald verschärfen wird.

Die Daten wurden erhoben, bevor die Sparmaßnahmen der Bundesregierung vollumfänglich wirksam wurden. DKG-Präsident Gerald Gaß warnte eindringlich: Ohne sofortiges Handeln drohe dem deutschen Krankenhaussystem ein struktureller Kollaps.

Die Umfrage unterstreicht einen akuten Mangel an finanziellen Mitteln im deutschen Gesundheitswesen. Die meisten Krankenhäuser arbeiten mit minimalen Rücklagen und haben kaum Spielraum, um weiteren finanziellen Druck abzufedern. Experten betonen, dass dringend Gegenmaßnahmen erforderlich sind, um einen Zusammenbruch der Krankenhausversorgung zu verhindern.

Quelle