Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert
Lukas FrankeDeutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, um Gehaltsunterschiede offenzulegen und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Doch Verzögerungen haben den Prozess ausgebremst.
Das Bundesfamilienministerium war für die Einführung der neuen Regeln zuständig. Mittlerweile geben Beamte zu, dass die Frist nicht eingehalten werden kann. Weitere Abstimmungen und Koordinierungen seien nötig, bevor die Richtlinie greift.
Ziel der Richtlinie ist es, Gehälter in Unternehmen transparenter zu machen. Arbeitnehmer:innen sollen klarere Einblicke in Lohnunterschiede erhalten, um ungerechtfertigte Einkommensungleichheiten zu bekämpfen. Doch durch das Versäumnis Deutschlands bleibt der Zeitplan ungewiss.
Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, verfolgt solche Entwicklungen seit Langem. Bevor sie in ihre aktuelle Position wechselte, arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie sich intensiv mit der KI-Branche beschäftigte. Heute berichtet sie über die sozialen Auswirkungen von Arbeitsmarktpolitik – darunter Transparenz und Fairness bei der Bezahlung.
Durch die verpasste Frist steht Deutschland nun unter Zugzwang, die Umsetzung zu beschleunigen. Solange die Richtlinie nicht gilt, bleiben Lohnungleichheiten schwerer anzufechten. Wann das Gesetz schließlich kommt, steht noch in den Sternen – ein neuer Zeitplan des Ministeriums steht noch aus.






