Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Pantisano als einziger Bewerber im Rennen
Lukas FrankeDie Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Pantisano als einziger Bewerber im Rennen
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der gemeinsam mit Ines Schwerdtner die Partei führen soll. Bisher hat nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur für das Amt erklärt.
Jan van Aken hatte im April angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückzutreten. Sein Rückzug hat den Weg für einen internen Führungswettstreit geebnet. Pantisano strebt an, bei der Abstimmung mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen.
Die Partei hat in den letzten Jahren deutlich an Mitgliedern gewonnen. Im Schnitt ist die Basis jünger und weiblicher geworden. Dennoch gibt es Spannungen zwischen langjährigen Mitgliedern und Neuzugängen, insbesondere wegen eines geplanten Deckels für die Diäten von Abgeordneten. Gewählte Mandatsträger sollen künftig überschüssige Einkünfte an einen sozialen Parteifonds abführen – ein Vorhaben, das innerparteilich auf Kritik stößt.
Auch die Außenpolitik wird eine zentrale Rolle spielen. Die Delegierten werden voraussichtlich über die Haltung der Partei zur israelischen Regierung debattieren.
Der Parteitag dauert drei Tage. Ein neuer Co-Vorsitzender wird gewählt, der künftig an der Seite Schwerdtners die Geschicke der Partei lenken soll. Die anstehenden Diskussionen und Abstimmungen werden die Ausrichtung der Linken in den kommenden Monaten prägen.






