09 June 2026, 16:34

Europas Richter diskutieren KI und Rechtsstaatlichkeit in Reims

Europas Berufungsgerichte fordern moderne und bürgernahe Justiz bis 2030

Europas Richter diskutieren KI und Rechtsstaatlichkeit in Reims

Vom 5. bis 8. Juni 2026 trafen sich hochrangige Richterinnen und Richter aus ganz Europa in Reims zur 9. Konferenz der Präsidenten der Berufungsgerichte der Europäischen Union. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen wie die Vermögensabschöpfung in Strafverfahren sowie die wachsende Rolle künstlicher Intelligenz in der Rechtsprechung.

Die Veranstaltung, ausgerichtet vom Berufungsgericht Reims, bot eine Plattform für den Austausch über zentrale Herausforderungen der Justiz in Europa. Ein zentrales Anliegen der Konferenz war die Stärkung einer unabhängigen, effizienten und bürgerorientierten Justiz. Die Delegierten diskutierten intensiv, wie die Präsidenten der Berufungsgerichte die Rechtsstaatlichkeit in Europa besser wahren können. Besonders im Fokus stand dabei der Einsatz von KI in der Rechtsfindung – sowohl die damit verbundenen Chancen als auch die Herausforderungen wurden eingehend erörtert.

Anke van Hove, Präsidentin des Oberlandesgerichts Oldenburg, gehörte zu den Teilnehmenden und trug mit ihrer Expertise zu den Debatten bei. Der direkte Austausch zwischen den europäischen Berufungsgerichten wurde als unverzichtbar für gegenseitiges Lernen und eine engere Zusammenarbeit bezeichnet. Neben der Vermögensabschöpfung in Strafverfahren ging es auch um praktische Lösungen, um die justizielle Praxis nachhaltig zu verbessern.

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Am Ende der Konferenz betonten alle Beteiligten ihren gemeinsamen Willen, die Rechtsstaatlichkeit in Europa weiter zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Gerichten zu vertiefen. Die Konferenz in Reims endete mit klaren Signalen für eine engere Vernetzung der europäischen Justiz. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen nun in konkrete Maßnahmen münden, um die Effizienz und Bürgerorientierung der Rechtsprechung zu fördern. Gleichzeitig bleibt die Auseinandersetzung mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz ein zentraler Punkt für die zukünftige Arbeit der Berufungsgerichte.

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