Ex-Politiker Kerich verliert Richterin – Befangenheit stoppt Verfahren zu seiner Wählbarkeit
Greta WolfEx-Politiker Kerich verliert Richterin – Befangenheit stoppt Verfahren zu seiner Wählbarkeit
Richterin Roselyne Aburili vom High Court hat sich in einem Verfahren gegen den ehemaligen Politiker Charles Kerich für befangen erklärt. Der Rückzug erfolgt nach Vorwürfen der Befangenheit, die der Kläger Bryan Yongo erhoben hatte. Kerich, der kürzlich wegen Missachtung des Gerichts zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, sieht sich nun mit einer neuen rechtlichen Herausforderung konfrontiert: der Frage nach seiner Wählbarkeit für öffentliche Ämter.
Im Mittelpunkt des Streits steht eine Klage, die Kerichs rechtliche Eignung für ein öffentliches Amt infrage stellt. Bryan Yongo, der Kläger, argumentierte, Richterin Aburili könne in diesem Fall nicht unparteiisch urteilen. Nach Prüfung der Bedenken entschied sie sich, sich von den weiteren Verhandlungen zurückzuziehen.
Kerichs juristische Probleme haben sich in den letzten Wochen verschärft. Erst vor Kurzem wurde er zu einer dreimonatigen Haftstrafe wegen Gerichtsverachtung verurteilt, nachdem er es versäumt hatte, eine vom Gericht angeordnete Schuldenzahlung in Höhe von 106,7 Millionen Kenia-Schilling zu begleichen.
Da Richterin Aburili den Fall nicht mehr leitet, wird die Klage nun einem anderen Richter zugewiesen. Das Urteil könnte darüber entscheiden, ob Kerich künftig noch für politische Ämter infrage kommt.
Das Verfahren wird unter einem neuen Richter fortgeführt, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Kerichs jüngste Haftstrafe und die laufende Klage belasten seine politische Karriere zusätzlich. Die endgültige Entscheidung wird klären, ob er weiterhin öffentliche Ämter bekleiden darf oder mit weiteren Einschränkungen rechnen muss.






