21 June 2026, 02:04

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Rente, weniger Beamte – was bringt das?

Wirtschaftsberater für die Verknüpfung des Rentenalters mit der Lebenserwartung

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Rente, weniger Beamte – was bringt das?

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat mehrere Vorschläge zur Reform des deutschen Renten- und Beamtenwesens vorgelegt. Dazu gehören eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie Änderungen bei der Berechnung der Renten. Wie er betonte, hätten viele OECD-Länder bereits ähnliche Maßnahmen umgesetzt.

Felbermayr schlägt vor, das Renteneintrittsalter in Deutschland an die Lebenserwartung zu koppeln. Sein Plan sieht vor, dass bei einer Steigerung der Lebenserwartung um ein Jahr das Renteneintrittsalter um einen Teil dieses Zeitraums angehoben wird. Diese Herangehensweise, so sein Argument, würde dazu beitragen, die Nachhaltigkeit des Rentensystems langfristig zu sichern.

Zudem empfiehlt er eine Reform der Rentenanpassung. Statt diese wie bisher an die Lohnentwicklung zu knüpfen, plädiert er dafür, die Inflation als Maßstab zu nehmen. Da Löhne in der Regel schneller steigen als die Preise, würde diese Umstellung die Kosten mittelfristig senken.

Bei der Reform des Beamtenwesens kritisiert Felbermayr die hohe Zahl verbeamterter Beschäftigter in Deutschland. Dies führe, so seine Aussage, zu dem Eindruck einer zweiklassigen Gesellschaft. Als Lösung schlägt er vor, die Anzahl der Beamten zu reduzieren – ähnlich wie in Österreich. Nicht alle öffentlichen Bediensteten benötigten diesen Status, betont er; nur diejenigen, die hoheitliche Kernaufgaben erfüllten, sollten verbeamtet werden.

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Die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung steht für ihn hingegen nicht im Fokus.

Felbermayrs Vorschläge zielen darauf ab, das deutsche Renten- und Beamtenwesen zu modernisieren. Die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und der Renten an die Inflation könnte die Finanzen entlasten. Seine Reformen im Beamtenbereich sollen die Strukturen des öffentlichen Dienstes verschlanken und die wahrgenommene Ungleichheit verringern.

Quelle