11 June 2026, 02:05

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will den Moderiesen übernehmen

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für den Kauf von Hugo Boss

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will den Moderiesen übernehmen

Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für den Moderiesen Hugo Boss bekannt gegeben. Das Angebot bewertet die 74 Prozent des deutschen Modehauses, die Frasers noch nicht gehören, mit 38 Euro pro Aktie. Hugo Boss ist vor allem für seine hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires bekannt.

Für die Finanzierung des Angebots sowie der damit verbundenen Kosten hat Frasers eine Kreditlinie von Banken wie BNP Paribas und der Deutschen Bank gesichert. Das Unternehmen wird dabei sowohl von Stephan Sturm, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats von Hugo Boss, als auch von CEO Daniel Grieder unterstützt. Nach den deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers, sobald es eine Beteiligung von 30 Prozent erreicht, ein Pflichtangebot für alle verbleibenden Aktien abgeben.

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Frasers-Chef Michael Murray nahm aufgrund seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, sofern die notwendigen behördlichen Genehmigungen vorliegen. Hugo Boss verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von knapp 4,3 Milliarden Euro und ein EBITDA von 782 Millionen Euro bei einem Bruttovermögen von 3,7 Milliarden Euro und einem Nettovermögen von fast 1,6 Milliarden Euro.

Die Übernahme würde die Position von Frasers im Luxusmodesegment deutlich stärken. Der Vollzug des Deals steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung regulatorischer Auflagen. Das Angebot bleibt zudem an die Zustimmung der Aktionäre und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben gebunden.

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