Gifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – jetzt muss die Stadt handeln
Amelie WeberGifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – jetzt muss die Stadt handeln
Gifhorns Mühlenmuseum dringend sanierungsbedürftig nach Jahren des Verfalls
Nach jahrelanger Vernachlässigung steht das Mühlenmuseum in Gifhorn vor akutem Sanierungsbedarf. Die Bausubstanz hat sich zunehmend verschlechtert, weshalb nun dringender Handlungsbedarf besteht. Ohne schnelle Maßnahmen warnt die Stadt vor stark steigenden Kosten in der Zukunft.
Die Betreibergesellschaft des Museums hat kürzlich Insolvenz angemeldet, sodass die Verantwortung für den Erhalt nun bei der Kommune liegt. Angesichts des historischen Werts des Gebäudes stufen Beamte die Rettung als öffentliches Interesse ein. Ein eigens eingerichteter ständiger Ausschuss soll sich um die anstehenden Probleme kümmern.
Die Stadtverwaltung macht für die Schäden jahrzehntelange mangelnde Instandhaltung und die Alterung der Baumaterialien verantwortlich. Viele Bauteile haben ihre Lebensdauer überschritten und erfordern aufwendige Restaurierungsarbeiten. Um die dringendsten Probleme zu beheben, plant die Verwaltung, 280.000 Euro aus dem Haushalt 2026 für Notinstandsetzungen umzuwidmen.
Unterdessen hat der Bund der Steuerzahler rechtliche Schritte eingeleitet. Die Vereinigung erstattete Strafanzeige gegen die Stadt wegen des ursprünglichen Kaufs, der Sanierung und des Betriebs des Museums. Als nächster Schritt steht eine Abstimmung des Stadtrats über die vorgeschlagenen Mittel in der kommenden Sitzung an.
Falls der Rat die Freigabe der 280.000 Euro beschließt, sollen damit dringende Maßnahmen zur Stabilisierung der Bausubstanz finanziert werden. Verzögerungen könnten zu weiterer Verschlechterung führen und die finanzielle Belastung für die Stadt erhöhen. Das Ergebnis der Abstimmung wird entscheiden, wie zügig mit den Arbeiten begonnen werden kann.






