Greenpeace enthüllt: Wie Amazon Web Services fragwürdige Kunden unterstützt
Amelie KrügerGreenpeace enthüllt: Wie Amazon Web Services fragwürdige Kunden unterstützt
Greenpeace hat einen neuen Bericht mit dem Titel Amazons giftige Cloud-Dienste veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Amazon Web Services (AWS), der weltweit führende Anbieter von Cloud-Computing, dessen Geschäftspraktiken und Kundennetzwerk nun kritisch hinterfragt werden.
Die Untersuchung wirft Fragen zu den ethischen Standards der Branche auf und übt Druck auf den Tech-Konzern aus, seine Richtlinien zu überdenken. Der Report analysiert die Verbindungen von AWS zu mindestens 100 Unternehmen, die von Umwelt- und Rüstungsbeobachtern als problematisch eingestuft werden. Darunter befinden sich auch bekannte Kunden wie der Fleischkonzern JBS und das Datenanalyseunternehmen Palantir. Besonders brisant: 70 dieser Firmen stehen auf der Schwarzen Liste des norwegischen Staatsfonds, der sie wegen Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen oder Waffenhandel ausschließt.
Greenpeace kritisiert nicht nur einzelne AWS-Nutzer, sondern stellt die gesamten Geschäftspraktiken des Cloud-Anbieters infrage. Die Organisation fordert AWS und ähnliche Unternehmen auf, die Zusammenarbeit mit umstrittenen Partnern umgehend zu beenden. Gleichzeitig betont der Bericht die Notwendigkeit, mehr Verantwortung in der technologischen Infrastruktur zu übernehmen – insbesondere bei Dienstleistern, die globale Datenströme kontrollieren.
Die Veröffentlichung setzt Amazon unter Zugzwang. Die Ergebnisse des Reports könnten weitreichende Folgen für die Auswahl der Kundschaft und die internen Compliance-Regeln des Konzerns haben. Mit dem Bericht Amazons giftige Cloud-Dienste rückt Greenpeace die Schattenseiten des Cloud-Computing in den Fokus. Die Forderungen nach strengeren ethischen Maßstäben und transparenteren Partnerschaften zielen nicht nur auf AWS, sondern auf die gesamte Tech-Branche.
Ob und wie der Konzern auf die Kritik reagiert, bleibt abzuwarten. Klare Konsequenzen könnten jedoch Signalwirkung für andere Anbieter haben.






