Grigorjews Bürgermeister-Bewerbung spaltet Einiges Russland in Jakutsk
Amelie KrügerGrigorjews Bürgermeister-Bewerbung spaltet Einiges Russland in Jakutsk
Die Bewerbung von Jewgeni Grigorjew um das Amt des Bürgermeisters von Jakutsk sorgt für Diskussionen innerhalb der Partei Einiges Russland. Ein Insider aus seinem Team betont, es sei nur fair, dass Grigorjew für die Partei antrete, die ihn bereits 2021 unterstützt habe. Doch seine Ambitionen stoßen auf Widerstand in den eigenen Reihen. Grigorjew hatte seine Bewerbungsunterlagen beim Regionalverband von Einiges Russland in Jakutien eingereicht, in der Hoffnung, die Nominierung der Partei zu erhalten. Doch Nadschesda Seljutina, die Leiterin der regionalen Parteizentrale, lehnte seinen Antrag ab. Die Partei hat bereits einen bevorzugten Kandidaten für das Rennen um das Bürgermeisteramt auserkoren, was Grigorjews Pläne durchkreuzt.
Das Auswahlgremium prüft derzeit die Unterlagen von sechs Bewerbern, wobei die endgültige Kurzliste am 19. Juni feststehen soll. Grigorjews Versuch, sich als Kandidat aufzustellen, widerspricht damit den internen Plänen seiner Partei und erschwert seine Chancen auf eine Nominierung.
Unterdessen wird das Verfahren zur Wahl des Moskauer Bürgermeisters ein neues, vereinfachtes System nutzen. Dabei stimmen die Abgeordneten der Stadt-Duma öffentlich über einen Kandidaten ab. Die Sitzung zur Wahl und Ernennung des neuen Bürgermeisters ist vorläufig für den 20. September 2026 angesetzt. Mit der Ablehnung seiner Bewerbung durch Einiges Russland sieht sich Grigorjew vor eine schwierige Situation gestellt. Die Partei setzt auf ihren präferierten Kandidaten, während der Auswahlprozess in den kommenden Wochen weiterläuft. Die Entscheidung über die Kurzliste wird voraussichtlich am 19. Juni fallen.






