09 March 2026, 14:10

Grüne siegen knapp vor CDU – Söder kritisiert "schmutzigen Wahlkampf" in Baden-Württemberg

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Söder: Schmutzkampagne verantwortlich für Hagels Niederlage - Grüne siegen knapp vor CDU – Söder kritisiert "schmutzigen Wahlkampf" in Baden-Württemberg

Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg knapp gewonnen und 30,2 Prozent der Zweitstimmen geholt. Die CDU folgte mit 29,7 Prozent dichtauf – beide Parteien werden ihre Koalitionsregierung fortsetzen. CSU-Chef Markus Söder reagierte auf das Ergebnis, indem er Cem Özdemir gratulierte, zugleich aber die gegen die CDU gerichteten Wahlkampfmethoden kritisierte.

Bei der Wahl am 8. März 2026 setzten sich die Grünen mit nur 0,5 Prozentpunkten Vorsprung vor der CDU durch. Die AfD landete mit 18,8 Prozent der Stimmen auf Platz drei. Söder behauptete, das Ergebnis hätte ohne eine von ihm als "schmutzigen Wahlkampf" bezeichnete Kampagne – insbesondere mit Bezug auf zwei umstrittene Videos – dem CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel zum Sieg verholfen.

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Söder wies die Deutung zurück, Özdemirs Erfolg markiere eine "grüne Renaissance" oder eine Niederlage für die Unionsparteien. Gleichzeitig betonte er, die Zusammenarbeit mit Özdemir bleibe konstruktiv – ähnlich wie das Arbeitsverhältnis mit dem scheidenden grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Für die Zukunft mahnte Söder die CDU zu "maximaler Konzentration" auf die Wirtschaftspolitik an. Spekulationen, wie sich das Ergebnis auf künftige CDU/CSU-Grüne Koalitionen in anderen Bundesländern auswirken könnte, wies er zurück, da sich aus früheren Wahlen keine klaren Muster ableiten ließen.

Die Grünen und die CDU werden ihre Koalition in Baden-Württemberg nun fortsetzen. Söders Äußerungen deuten darauf hin, dass die CDU wirtschaftliche Themen in den Vordergrund rücken wird, dabei aber pragmatisch mit den Grünen zusammenarbeiten möchte. Die AfD bleibt als drittstärkste Kraft im Landtag vertreten.

Quelle