21 March 2026, 04:07

Hessens Wälder im Wandel: Wie Dürre und Holzeinschlag die Buchenbestände verändern

Vintage-Papier mit einer Illustration von üppigen, grünen Bäumen und dem Text "Forstwirtschaft und Bewässerung, Januar 1904" in fetter schwarzer Schrift.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Wie Dürre und Holzeinschlag die Buchenbestände verändern

In den hessischen Staatswäldern haben sich in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen vollzogen, da Dürre und Hitze den Baumbestand stark geschädigt haben. Ein 2020 verhängtes Fällverbot zum Schutz von Buchenwäldern wurde 2024 wieder aufgehoben – mit der Folge, dass die Holzeinschlagmengen deutlich angestiegen sind. Neue Zahlen zeigen nun, wie sich die Forstwirtschaft hin zu widerstandsfähigeren Baumarten wandelt.

Ursprünglich sollte das Fällverbot dabei helfen, klimagerechte Strategien für die von Buchen dominierten Wälder zu entwickeln. Doch bis 2024 entschieden die Behörden, die Beschränkungen aufzuheben und gezielte Holzeinschläge wieder zuzulassen. Seither ist die Fläche der Buchenbestände um etwa 15 Prozent geschrumpft – von 180.000 Hektar im Jahr 2020 auf 153.000 Hektar zu Beginn des Jahres 2026. Sowohl Stürme als auch der erhöhte Holzeinschlag nach Aufhebung des Verbots haben zu diesem Rückgang beigetragen.

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Die Einschlagmengen stiegen nach Ende der Restriktionen kontinuierlich an. 2025 wurden rund 1,49 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen – ein leichter Anstieg gegenüber den Vorjahren. Allein zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 kamen weitere 725.000 Kubikmeter hinzu. Besonders der Einschlag von Laubholz nahm um etwa ein Viertel zu, während der Nadelholzeinschlag um 6 Prozent zurückging.

Die Veränderungen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Wälder in stabilere Mischwälder umzuwandeln. In den Buchenbeständen werden gezielt Bäume entnommen, um mehr Licht für trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen. HessenForst passt zudem die Arbeiten im Winter an, um den Boden zu schonen und gleichzeitig eine kontinuierliche Holzversorgung zu gewährleisten.

Doch die vollen Auswirkungen der vergangenen Hitzewellen und Dürreperioden werden erst jetzt sichtbar. Schäden zeigen sich oft erst Jahre später, sodass die aktuellen Einschlagentscheidungen noch auf Belastungen durch frühere Trockenphasen reagieren.

Die Verschiebung in der Baumarten-Zusammensetzung spiegelt eine langfristige Strategie wider, um die Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Belastungen zu stärken. Während die Buchenwälder schrumpfen und der Laubholzeinschlag zunimmt, entwickeln sich Hessens Staatsforsten allmählich zu einem vielfältigeren Baumartenmix. Die Behörden beobachten weiterhin, wie sich diese Veränderungen auf künftige Holzerträge und die Gesundheit des Ökosystems auswirken werden.

Quelle