Ig-Nobelpreise 2024: Warum die skurrile Wissenschaftsgala in die USA nicht mehr stattfindet
Amelie WeberIg-Nobelpreise 2024: Warum die skurrile Wissenschaftsgala in die USA nicht mehr stattfindet
Die diesjährige Verleihung der Ig-Nobelpreise findet nicht wie geplant in den USA statt. Die Veranstaltung, die für ihre humorvolle Würdigung skurriler wissenschaftlicher Forschung bekannt ist, wurde aus Sicherheitsbedenken verlegt. Der Organisator Marc Abrahams nannte die aktuelle politische Lage als Grund für die Entscheidung.
Die Ig-Nobelpreise zeichnen ungewöhnliche und oft amüsante Forschungsprojekte aus. Ihr Motto ist simpel: Zuerst zum Lachen bringen, dann zum Nachdenken. Jährlich werden die Preisträger bei einer lebhaften Gala mit Comedy-Einlagen und kuriosen Präsentationen geehrt.
Veranstaltet werden die Auszeichnungen von den Annals of Improbable Research, einem Magazin, das sich ungewöhnlichen und schrulligen Studien widmet. Marc Abrahams, langjähriger Moderator und Organisator, erklärte, dass eine Austragung der Zeremonie in den USA nicht mehr verantwortbar sei. Die Einladung von Preisträgern und internationalen Journalisten dorthin berge mittlerweile Risiken.
Während der Name "Ig Nobel" ein Wortspiel mit "Nobel" ist, trägt er im Deutschen eine unfreiwillige Doppeldeutigkeit: ignobel bedeutet "unehrenhaft". Trotz dieses sprachlichen Kuriosums bleiben die Preise eine heitere Feier der skurrilsten Ecken der Wissenschaft.
Die Entscheidung bedeutet, dass die diesjährige Verleihung nicht am gewohnten Ort stattfindet. Preisträger und Gäste werden auf Reisen in die USA verzichten – entsprechend Abrahams' Risikobewertung. Unklar ist noch, in welchem Format die Veranstaltung künftig stattfinden wird, doch die Tradition, Wissenschaft mit Humor zu verbinden, soll fortbestehen.






