27 April 2026, 10:08

Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in reguläre Arbeitsverhältnisse

Eine Liniendiagramm, das die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in reguläre Arbeitsverhältnisse

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland wechseln von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, den sogenannten Minijobs, in reguläre Arbeitsverhältnisse. Während 2017 noch über 100.000 diesen Schritt vollzogen, ging die Zahl bis 2022 deutlich zurück. Politiker und Behörden diskutieren nun über die Gründe für diesen Rückgang.

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2017 stiegen insgesamt 102.084 Minijob-Beschäftigte in sozialversicherungspflichtige Stellen auf. Bis September 2022 waren es nur noch 50.831 – Hochrechnungen zufolge wird der Jahreswert bei etwa 67.775 liegen.

Besonders auffällig ist der Rückgang bei Beziehern von aufstockenden Sozialleistungen. 2017 schafften noch 27,1 Prozent aus dieser Gruppe den Übergang in reguläre Beschäftigung, bis September 2022 sank dieser Anteil auf 18,6 Prozent.

Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, machte vor allem unzureichende finanzielle Anreize für den Rückgang verantwortlich. Zu oft lohne sich Arbeit schlichtweg nicht, so ihre Kritik. Die Bundesagentur für Arbeit hingegen führte die schwache Arbeitsmarktlage als Hauptgrund an.

Kritik kam auch von Jan Feser, AfD-Bundestagsabgeordneter. Er warf der Agentur vor, die Arbeitslosigkeit nicht wirksam zu bekämpfen. Zudem behauptete er, Minijobs hätten sich zu Dauerlösungen entwickelt und böten Raum für mögliche Missbräuche.

Der Wechsel von Minijobs in reguläre Beschäftigung hat sich seit 2017 spürbar verlangsamt. Da immer weniger Arbeitnehmer diesen Schritt wagen, wachsen die Forderungen nach Reformen. Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, ob fehlende finanzielle Anreize oder strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt die Hauptursache sind.

Quelle