19 April 2026, 13:01

Mexikos Senat verschärft Gesetze gegen Gewalt an Frauen im Berufsleben

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, auf dem steht, dass der Fair Wages Clause akzeptabel ist, aber sie suchen vor allem Arbeit.

Mexikos Senat verschärft Gesetze gegen Gewalt an Frauen im Berufsleben

Mexikos Senat hat weitreichende Reformen verabschiedet, um Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz zu bekämpfen. Die Änderungen stufen nun ungleiche Bezahlung und geschlechtsspezifische Diskriminierung als Formen von Misshandlung im Berufsleben ein. Die Vorlagen wurden zur endgültigen Prüfung an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet.

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Die neuen Regelungen erweitern die Definition von Arbeitsplatzgewalt. Dazu zählen nun auch geringere Löhne für Frauen bei gleicher Arbeit, die Verweigerung von Einstellungen, die Untergrabung ihrer Jobsecurity sowie die Abwertung ihrer Leistungen. Auch Bedrohungen, Einschüchterungen und das Verhindern des Stillens am Arbeitsplatz werden erfasst.

Aktuelle Gehaltsdaten unterstreichen das Ausmaß des Problems: In formellen Beschäftigungsverhältnissen verdienen Frauen durchschnittlich 16.434 Pesos pro Monat, während Männer 19.361 Pesos erhalten. In der informellen Wirtschaft ist die Lücke noch größer – hier bekommen Frauen 7.449 Pesos im Vergleich zu 11.490 Pesos bei Männern. Insgesamt erhalten Frauen nur 75 Pesos für jeden 100 Pesos, die Männer verdienen – ein Unterschied von 25 Prozent.

Mit der Entscheidung des Senats soll diese Ungleichheit angegangen werden, indem ungleiche Bezahlung als Form von Arbeitsplatzgewalt eingestuft wird. Die Reformen gehen nun zur weiteren Debatte und Abstimmung an die Abgeordnetenkammer.

Sollten die Änderungen verabschiedet werden, wären Arbeitgeber gezwungen, die Lohnlücke zu schließen oder mit Strafen wegen Arbeitsplatzgewalt zu rechnen. Die Neuregelungen würden Frauen zudem vor Diskriminierung bei Einstellungen, Arbeitsplatzsicherheit und täglichen Arbeitsbedingungen schützen. Der nächste Schritt hängt von der Entscheidung der Abgeordnetenkammer in den kommenden Wochen ab.

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