NRW 2026: Mieten steigen weiter – doch Neubauprojekte bringen Hoffnung auf Entspannung

Admin User
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Ein Hausinneres mit zwei Sofas, einem Esstisch mit Stühlen, einem Tisch mit einer Lampe, Fenstern mit Vorhängen und einer Decke.

NRW.Bank: Wohnungsmarkt bleibt 2026 angespannt - NRW 2026: Mieten steigen weiter – doch Neubauprojekte bringen Hoffnung auf Entspannung

Nordrhein-Westfalens Wohnungsmarkt steht 2026 vor schrittweisen Veränderungen. Die Mieten werden weiter steigen, doch Neubauprojekte und Modernisierungsmaßnahmen könnten die Spannungen etwas abmildern. Eine Kombination aus stabilen Baukosten, attraktiven Zinssätzen und gezielten Fördermitteln beflügelt derzeit den Wohnung mieten in der gesamten Region.

Dennoch bleibt die Nachfrage hoch – insbesondere in Universitätsstädten und Wirtschaftsmetropolen. Während in einigen Gebieten leichte Entlastung eintreten könnte, wird der Wohnung mieten insgesamt auch in absehbarer Zeit angespannt bleiben.

Für 2026 wird in NRW mit einem Mietanstieg von drei bis vier Prozent gerechnet. Besonders stark betroffen sind barrierefreie Wohnungen und kleine Apartments: Ein-Zimmer-Wohnungen liegen preislich etwa zwei Euro pro Quadratmeter über dem Landesdurchschnitt. Die höchsten Mieten werden in den rheinischen Städten wie Düsseldorf, Köln und Bonn sowie in Münster und den umliegenden Kreisen fällig. Diese Regionen verzeichnen bereits jetzt eine starke Nachfrage durch Studierende und junge Berufstätige, wobei der etwas kleinere Schulabgängerjahrgang 2026 den Druck auf den Studentenwohnungsmarkt leicht verringern könnte.

Auch im Rhein-Ruhr-Gebiet – etwa in Essen und Dortmund – ziehen die Mieten an, getrieben von Hochschulstandorten und wirtschaftlicher Dynamik. Dagegen steigen die Preise in ländlichen Kreisen wie Höxter oder Minden-Lübbecke langsamer, wenn auch hier ein moderater Anstieg zu verzeichnen ist. Um dem Wohnungsmangel zu begegnen, stocken Wohnungsbaugesellschaften ihre Aktivitäten auf. Besonders die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sind deutlich gestiegen, was langfristig zu einer Entspannung auf dem Wohnung mieten beitragen könnte. Größere Projekte erfordern jedoch Geduld: Von der Planung bis zur Fertigstellung eines Wohnkomplexes vergehen heute im Schnitt zweieinhalb Jahre.

Ein weiterer zentraler Ansatz ist die Modernisierung. Viele Eigentümer sanieren ihre Immobilien, um Klimastandards zu erfüllen, während Umbauten – etwa Dachgeschossausbauten oder Aufstockungen – allein 2024 über 6.000 zusätzliche Wohnungen schafften. Auch öffentliche Mittel spielen eine wichtige Rolle: Die NRW.Bank stellte im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Euro an Fördergeldern bereit, die den Bau von 12.847 neuen Wohnungen ermöglichten – ein wichtiger Impuls für den bezahlbaren Wohnung mieten. Die Baukosten sind mit einem jährlichen Anstieg von etwa drei Prozent stabil geblieben, und die niedrigen Zinsen machen Kredite attraktiver. Zusammen mit der steigenden Zahl an Baugenehmigungen deutet dies auf einen vorsichtigen, aber stetigen Ausbau des Wohnungsangebots hin.

Der Wohnung mieten in Nordrhein-Westfalen bleibt 2026 wettbewerbsintensiv, mit der höchsten Nachfrage in Universitätsstädten und Wirtschaftsstandorten. Neubau- und Modernisierungsvorhaben sind in Gang gekommen, doch ihre Wirkung wird sich erst mittelfristig entfalten. Öffentliche Förderprogramme und stabile Finanzierungsbedingungen tragen dazu bei, den Wohnungsbestand zu erweitern – dennoch werden die Mieten in begehrten Lagen weiter über dem Landesschnitt liegen.