Papst Leo XIV. führt historische Fronleichnamsprozession in Madrid an
Amelie KrügerPapst Leo XIV. führt historische Fronleichnamsprozession in Madrid an
Papst Leo XIV. führte in Madrid eine feierliche Fronleichnamsprozession an, die über 1,2 Millionen Menschen an den Brunnen der Plaza de Cibeles lockte. Die Veranstaltung stand im Zeichen des spanischen „Tags der Nächstenliebe“, wobei der Pontifex die Katholiken aufforderte, den Egoismus abzulegen und sich den Schwächsten der Gesellschaft zuzuwenden.
Die Heilige Messe begann auf der Plaza de Cibeles, wo sich unter wolkenlosem Himmel eine riesige Menschenmenge versammelte. Der Papst würdigte die tiefen religiösen Wurzeln Spaniens und die Bedeutung des Fronleichnamsfests. Anschließend führte er die Prozession unter einem Baldachin an – eine Tradition, die er bereits im vergangenen Jahr in Rom wiederbelebt hatte.
Im Mittelpunkt des Ereignisses stand eine historische Monstranz aus dem Jahr 1943, die das Allerheiligste Sakrament trug. Der Papst erklärte, dass „Jesus durch die Straßen geht“ und sich an die Seite der Armen und Leidenden stellt. Er rief die Gläubigen auf, die „Ketten aller Selbstsucht zu sprengen“ und sich der Solidarität zu verpflichten.
In seiner Ansprache betonte Papst Leo XIV. die Notwendigkeit, dass sich Katholiken den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen müssten. Er forderte sie auf, Verachtung gegenüber Mitmenschen abzulehnen und am „Gemeinwohl“ mitzuwirken. Seine Botschaft kreiste um die Hoffnung und ermahnte die Gläubigen, ihre Herzen zu öffnen und in einer zerrissenen Welt zu Zeichen der Barmherzigkeit zu werden.
Die Prozession endete mit einem erneuten Appell zu Nächstenliebe und Einheit. Die mehr als 1,2 Millionen Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit der Aufforderung des Papstes, eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen. Das Ereignis unterstrich Spaniens Tradition, Glauben mit sozialer Verantwortung zu verbinden.






