Paralympics-Ikone Karl Quade stirbt mit 71 Jahren – ein Leben für den Behindertensport

Paralympics-Ikone Karl Quade stirbt mit 71 Jahren – ein Leben für den Behindertensport
Die deutsche Paralympics-Bewegung trauert um Karl Quade, einen ehemaligen Athleten und engagierten Funktionär. Der 71-Jährige erlag am 26. Dezember 2022 nach schwerer Krankheit seinen Verletzungen. Über Jahrzehnte prägte er die Bewegung – sowohl als aktiver Sportler als auch als einflussreicher Organisator im Hintergrund.
Sein erster großer Erfolg gelang Quade als Sportler: Bei den Paralympics 1988 in Seoul gewann er Gold im Stehvolleyball. Schon vier Jahre zuvor hatte er bei den Spielen 1984 in New York Silber in derselben Disziplin geholt. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere übernahm er Schlüsselpositionen im Deutschen Behindertensportverband (DBS).
Mehr als 30 Jahre lang wirkte er als Vizepräsident des DBS. Zudem führte er die deutsche Mannschaft als Chef de Mission bei den Paralympics 1996 in Atlanta an. Sein Einfluss reichte weit über seine eigene Laufbahn hinaus – er gestaltete Strukturen mit, prägte Richtlinien und wurde zum Vorbild für kommende Generationen. Führende Persönlichkeiten würdigen nun sein Erbe. DBS-Präsident Hans-Jörg Michels nannte Quade einen "leidenschaftlichen Visionär" und einen "unermüdlichen Vorkämpfer der paralympischen Idee". Er lobte dessen Fachwissen, Authentizität und Herzlichkeit und beschrieb ihn als "stets eine Persönlichkeit mit Format". Der Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher fügte hinzu, Quades Werk bleibe eine prägende Kraft für die Bewegung – es sei "Verpflichtung und Inspiration zugleich".
Sein Tod hinterlässt eine große Lücke im deutschen Paralympics-Sport. Als Athlet und langjähriger Funktionär hat Quade bleibende Spuren hinterlassen. Die Nachrufe betonen immer wieder seine Hingabe, sein Wissen und seinen nachhaltigen Einfluss auf die Paralympics-Familie.

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