Piers Morgan warnt vor KI-Deepfakes: Selbst seine Mutter erkennt Fälschungen nicht
Amelie WeberPiers Morgan warnt vor KI-Deepfakes: Selbst seine Mutter erkennt Fälschungen nicht
Piers Morgan hat sich zu dem wachsenden Problem von KI-generierten Deepfake-Videos geäußert, in denen sein Abbild verwendet wird. Der Moderator enthüllte, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten hatte, ein gefälschtes Video von ihm als solches zu erkennen. Gleichzeitig kritisierte er die SXSW London dafür, einen gesperrten Redner auf ihrer Veranstaltung nicht verteidigt zu haben.
Morgan wies kürzlich darauf hin, wie KI-Tools genutzt werden, um überzeugende Fälschungen von ihm zu erstellen. Diese Clips, die oft in sozialen Medien geteilt werden, imitieren seine Sendung Uncensored und zeigen ihn in aufgebrachten Monologen zu verschiedenen Themen. Der Präsenter gab zu, dass ihn dies zwar beunruhige, er aber nach wie vor davon überzeugt sei, dass seine echten Argumente überzeugender seien als alles, was KI produzieren könne.
Seine Bedenken wurden von der Sängerin Katherine Jenkins geteilt, die einräumte, dass sie mittlerweile die Authentizität von Videos auf Plattformen wie TikTok infrage stelle. Jenkins gestand sogar, selbst kurzzeitig auf KI-generierte Clips von Morgan hereingefallen zu sein.
Das Thema gewann an Brisanz, als die SXSW London selbst in eine Kontroverse geriet. Das Festival verteidigte seine Haltung zur Meinungsfreiheit, nachdem das britische Innenministerium dem politischen Kommentator Cenk Uygur und seinem Neffen Hasan Piker die Einreise nach Großbritannien verwehrt hatte. Morgan zeigte sich enttäuscht, dass die SXSW die Entscheidung nicht entschiedener infrage stellte – trotz ihres öffentlichen Bekenntnisses zum offenen Dialog. Die Veranstalter betonten jedoch erneut ihre Unterstützung für die Redefreiheit, selbst wenn diese auch Kritik an ihrem eigenen Festival einschließe.
Die Verbreitung von KI-generierten Inhalten verwischt zunehmend die Grenze zwischen Realität und Fiktion im Netz. Morgans Erfahrungen zeigen, wie leicht Deepfakes selbst die nächsten Angehörigen täuschen können. Die SXSW London hingegen hält an ihrer Position zur Meinungsfreiheit fest, sieht sich aber mit Kritik konfrontiert, wie sie mit staatlichen Einschränkungen für Redner umgeht.






