15 May 2026, 20:37

Portugiesische Anwaltskammer wehrt sich gegen politische Vorwürfe in der Operação Marquês

Old French legal document titled "Tribunal Révolutionnaire" detailing execution judgments, with yellowed paper and cursive text.

Portugiesische Anwaltskammer wehrt sich gegen politische Vorwürfe in der Operação Marquês

Der Präsident der portugiesischen Anwaltskammer hat sich gegen aktuelle Vorwürfe zur Wehr gesetzt, die seine Organisation in politische Konflikte verwickeln sollen. Besonders zurückgewiesen wurden Spekulationen über eine angeblich feindselige Haltung gegenüber dem früheren Ministerpräsidenten José Sócrates im Rahmen der Operação Marquês.

Die Kammer betont stattdessen ihre zentrale Aufgabe: die Wahrung des Rechts auf Verteidigung in diesem Verfahren. In einer klaren Stellungnahme distanzierte sich der Präsident von jeder Unterstellung, die Anwaltskammer hege Vorbehalte gegen Sócrates. Er warnte zugleich davor, dass rechtliche Schritte eingeleitet würden, falls belastende Beweise gegen ihn persönlich vorgelegt würden. Sein Amt stehe einem juristischen Vorgehen gegen falsche Anschuldigungen nicht im Weg, so der Präsident.

Gleichzeitig unterstrich er die Unabhängigkeit der Justiz als Grundprinzip der Kammer. Bisher sei keine offizielle rechtliche Mitteilung zu dem Fall eingegangen. Die Anwaltskammer bleibe vorerst auf ihre Rolle im Kontext der Operação Marquês konzentriert – mögliche rechtliche Maßnahmen würden erst bei Vorliegen konkreter Beweise geprüft.

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Die Erklärung des Präsidenten zielt darauf ab, die Kammer von politischen Debatten abzugrenzen und ihre neutrale Position zu betonen. Mit seiner Stellungnahme bekräftigt der Präsident der Anwaltskammer die Priorität rechtstaatlicher Prinzipien. Die Kammer wird weiterhin die Verteidigung im Rahmen der Operação Marquês sicherstellen, ohne sich in politische Auseinandersetzungen einbinden zu lassen. Ob weitere juristische Schritte folgen, hängt von der Entwicklung der Beweislage ab.

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