08 May 2026, 04:33

Rententransfers in Großbritannien: Warum Sparer monatelang auf ihr Geld warten müssen

Schwarz-weißes Bild eines Mannes mit einem alten Pensionszertifikat betitelt "brevet de pension."

Rententransfers in Großbritannien: Warum Sparer monatelang auf ihr Geld warten müssen

Fast die Hälfte der Sparer, die ihre Rentenansprüche umschichten, gibt an, auf Schwierigkeiten zu stoßen – Verzögerungen sorgen für Frust. Eine neue Kampagne des britischen Rentenanbieters PensionBee fordert schnellere und einfachere Abläufe, um Bürgern die Verwaltung ihrer Altersvorsorge zu erleichtern. Bereits über 16.000 Menschen unterstützen die Forderung nach strengeren Regeln für Rententransfers.

Eine aktuelle Umfrage zeigt: 46 Prozent der Sparer empfinden mindestens einen Schritt des Rentenübertrags als „schwierig“. Noch mehr – 63 Prozent – sind überzeugt, dass langsame Transfers die Planung für den Ruhestand erschweren. Diese Probleme haben zu wachsender Unterstützung für Reformen geführt: 63 Prozent der Befragten befürworten nun eine gesetzlich festgelegte Höchstdauer für Überträge.

PensionBee hat dazu die Kampagne „10-Tage-Rentenwechsel-Garantie“ gestartet. Kernpunkt ist ein einheitlicher Fristrahmen von zehn Werktagen für alle beitragsdefinierten Rentenpläne (DC-Schemata) und Verwaltungen. Das Unternehmen kritisiert zudem die aktuelle sechsmonatige gesetzliche Transferfrist als unnötig lang und fordert deren Verkürzung.

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Der Anbieter dringt auf eine Überarbeitung der Transferverordnung von 2021, die durch Betrugsschutzmaßnahmen Verzögerungen verursache. Zu den Vorschlägen gehören die verbindliche Einführung digitaler Transfers sowie die Anerkennung elektronischer Unterschriften ohne Ausnahmen. Ein einheitliches Transferverfahren soll das heutige Flickwerk an Regeln ersetzen, um Missverständnisse zu vermeiden und den Prozess zu beschleunigen.

PensionBee appelliert zudem an die Britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA), sicherzustellen, dass die Reformen für alle britischen Rentenanbieter gelten. Für mehr Transparenz schlägt das Unternehmen vor, die Transferzeiten im Rahmen des „Preis-Leistungs-Verhältnis“-Systems zu veröffentlichen. Die Kampagne gewinnt bereits an Fahrt: 16.729 Menschen haben eine entsprechende Parlamentspetition unterzeichnet.

Die Forderung nach schnelleren Rententransfers kommt zu einer Zeit, in der Verzögerungen weiterhin die Altersvorsorge vieler Bürger beeinträchtigen. Würden die Vorschläge von PensionBee umgesetzt, stünden standardisierte Abläufe, strengere Fristen und mehr Transparenz im Mittelpunkt. Ob es dazu kommt, hängt nun von regulatorischen Schritten und der branchenweiten Umsetzung der Reformen ab.

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