SRG-Reform scheitert klar an der Urne – was jetzt folgt
Ein Vorschlag zur Reform des Schweizer öffentlich-rechtlichen Rundfunks SRG ist von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern klar abgelehnt worden. Die von dem langjährigen Kritiker Thomas Matter unterstützte Initiative scheiterte mit 62 Prozent Gegenstimmen. Zwar hatten die Befürworter Veränderungen vorangetrieben, doch stießen sie auf starken Widerstand einer geschlossenen Opposition.
Im Wahlkampf formierte sich ein breites Bündnis von Gegnern, darunter politische Gruppen und Medienorganisationen. Ihr gemeinsames Engagement spielte eine entscheidende Rolle für die Niederlage der Vorlage. Zudem gaben die Gegner mit rund 4 Millionen Schweizer Franken deutlich mehr Geld aus als die Befürworter, die auf etwa 2 Millionen kamen.
Thomas Matter, SVP-Nationalrat und Mitinitiator, hatte das Ergebnis nach ersten Trends bereits erwartet. Er kritisierte den mangelnden Rückhalt seitens konservativer Verbündeter und von Economiesuisse, was die Kampagne schwächte. Der Rückzug privater Verleger setzte der Initiative zusätzlich zu, führte aber zu Gesprächen mit der SRG.
Trotz der Niederlage löste die Debatte um die Vorlage Veränderungen innerhalb der SRG aus. Ein wichtiges Ergebnis war die Ernennung von Susanne Wille zur neuen Generaldirektorin. Zudem belebte die Initiative die Diskussionen über die künftige Ausrichtung und Finanzierung des Senders neu.
Die Ablehnung ist ein weiterer Rückschlag für Volksinitiativen, die an der Urne oft scheitern. Die SRG wird vorerst in ihrer bisherigen Struktur weiterbestehen, auch wenn interne Reformen bereits eingeleitet wurden. Das Ergebnis spiegelt die gespaltene öffentliche Meinung über die Rolle des Schweizer Nationalsenders wider.






