05 June 2026, 19:00

Syriens Gesundheitsminister kehrt nach Solingen zurück – mit dringendem Hilfsappell

Syrien: Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besucht das Stadtkrankenhaus Solingen

Syriens Gesundheitsminister kehrt nach Solingen zurück – mit dringendem Hilfsappell

Syriens Gesundheitsminister, Musaab Nazzal al-Ali, besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen. Die Reise ist Teil der Bemühungen, die medizinische Zusammenarbeit zwischen Syrien und Deutschland zu stärken. Al-Ali, der selbst fünf Jahre lang in der Neurochirurgie desselben Krankenhauses ausgebildet wurde, setzt sich nun für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung in seinem vom Krieg gezeichneten Land ein.

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Seit März 2025 leitet al-Ali das syrische Gesundheitsministerium. Seine Rückkehr nach Solingen markiert einen persönlichen und beruflichen Meilenstein, da er dort seine medizinische Ausbildung abgeschlossen hat. Der Besuch unterstreicht zugleich die schweren Herausforderungen, vor denen das syrische Gesundheitssystem steht.

Jahre des Konflikts haben zahlreiche Krankenhäuser zerstört und medizinische Versorgungsgüter knapp werden lassen. Über 6,8 Millionen Syrer haben das Land verlassen, darunter Tausende qualifizierte Ärzte. Trotz dieser Abwanderung führten syrische Mediziner, die im Ausland tätig sind, allein im vergangenen Jahr 10.800 Operationen in Syrien durch.

Während seines Besuchs schlug al-Ali kurzfristige Einsätze für syrische Ärzte im Ausland vor, um den Wiederaufbau der lokalen medizinischen Versorgung zu unterstützen. Zudem erörterte er mögliche Kooperationen mit dem Städtischen Klinikum Solingen, darunter Austauschprogramme für junge Fachkräfte. Ziel ist es, den Mangel an ausgebildetem Personal und moderner Ausstattung in Syrien zu lindern.

Die Vorschläge des Ministers zielen darauf ab, dringende Lücken im syrischen Gesundheitsnetz zu schließen. Sollten die Austauschprogramme umgesetzt werden, könnten sie dringend benötigtes Fachwissen zurück ins Land bringen. Vorerst bleibt al-Alis Fokus darauf gerichtet, das zu reparieren, was Jahre des Krieges zerstört haben.

Quelle