Thüringens Automobilzulieferer kämpfen 2025 um ihre Zukunft und neue Strategien

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Ein Auto-Motor mit sichtbaren Rohren und einer Batterie.

Automotive Suppliers Hope for Impetus After a Challenging Year - Thüringens Automobilzulieferer kämpfen 2025 um ihre Zukunft und neue Strategien

Thüringens Automobilzulieferindustrie erlebt ein schwieriges Jahr 2025

Die Produktionszahlen in Thüringens Automobilzulieferbranche liegen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie, und der Umstieg von Verbrennungsmotoren belastet die regionalen Unternehmen weiter. Nun sucht der Sektor 2026 nach neuen Wegen der Erholung – doch die Herausforderungen bleiben bestehen.

Der allgemeine Abschwung der deutschen Automobilindustrie hat auch die Zulieferer in Thüringen hart getroffen. Die Nachfrage nach klassischen Verbrennungsmotor-Komponenten ist stark eingebrochen, während der Aufschwung bei der Elektroauto-Produktion die Lücke nicht schließen konnte. Das Wirtschaftsministerium in Erfurt warnt, dass der Sektor auch im kommenden Jahr unter erheblichem Druck stehen wird.

Mehrere Unternehmen stecken bereits in finanziellen Schwierigkeiten. Bohai Trimet in Harzgerode und Boryszew in Gardelegen kämpfen mit Problemen, wodurch hunderte Mitarbeiter betroffen sind. Die IFA Group in Haldensleben wurde an einen US-Konzern verkauft, was rund 2.200 Arbeitsplätze berührt. Trotz dieser Rückschläge wurden bisher keine konkreten Firmen in der Region öffentlich als akut insolvenzgefährdet eingestuft – zumindest nicht wegen versäumter technologischer Anpassung zu Beginn des Jahres 2026.

Branchenvertreter fordern nun einen strategischen Kurswechsel. Marco Langhof, Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Thüringen, betont die Notwendigkeit, in Batterietechnologien, Steuerungssysteme und Sensorentwicklung zu investieren. Jens Lücke, Vorsitzender des Automobilnetzwerks Thüringen (Threg), sieht hingegen Wachstumschancen in anderen Branchen wie Rüstung, Bergbau und Schiffbau.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) prognostiziert, dass bis 2035 bundesweit bis zu 190.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten, falls sich die aktuellen Trends fortsetzen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, mit der Thüringens Unternehmen sich anpassen und diversifizieren müssen.

Die Automobilzulieferer in Thüringen suchen 2026 nach neuem Schwung Während die traditionelle Produktion weiter hinterherhinkt und neue Technologien die Branche umkrempeln, erkunden Unternehmen alternative Märkte und Innovationen. Wie gut es der Region gelingt, sich anzupassen, wird über ihre Zukunft in einer sich wandelnden Automobilwelt entscheiden.