31 May 2026, 06:32

UN-Experten decken gravierende Missstände in mexikanischen Suchtkliniken auf

UN warnt vor möglichen Missbräuchen in mexikanischen Entzugsbehandlungszentren; 'ohne Regulierung tätig', sagen Experten

UN-Experten decken gravierende Missstände in mexikanischen Suchtkliniken auf

Ein Expertenteam der Vereinten Nationen hat vor schweren Missständen in mexikanischen Suchtbehandlungszentren gewarnt. Fachleute des UN-Unterausschusses zur Verhütung von Folter (SPT) wiesen auf zwanghafte Praktiken und mangelnde Aufsicht in diesen Einrichtungen hin. Bei ihrem Besuch äußerten sie zudem grundsätzliche Bedenken wegen Verzögerungen bei der Aufklärung von Folterfällen und der anhaltenden Straflosigkeit.

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Die vom spanischen Experten Carmen Comas-Mata geleitete SPT-Delegation unternahm vom 25. bis 30. Januar ihre dritte Mission nach Mexiko. Während des Besuchs besichtigten die Mitglieder Gefängnisse, Polizeistationen, psychiatrische Kliniken und Suchtbehandlungszentren. Sie führten vertrauliche Gespräche mit Inhaftierten und Personal sowie Treffen mit Regierungsvertretern und dem Nationalen Präventionsmechanismus Mexikos.

Das Team stieß auf zutiefst besorgniserregende Zustände, insbesondere in privat betriebenen Suchtkliniken. Viele dieser Einrichtungen arbeiten ohne ausreichende Kontrolle, was das Risiko von Misshandlungen erhöht. Der Unterausschuss kritisierte zudem anhaltende Versäumnisse bei der zügigen und wirksamen Untersuchung von Foltervorwürfen.

Obwohl die Experten Fortschritte wie das 2017 verabschiedete Allgemeine Gesetz zur Folterprävention anerkannten, betonten sie, dass noch viel zu tun bleibt. Die vollständige Umsetzung der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen steht weiterhin aus, sodass Schutzlücken für gefährdete Gruppen bestehen bleiben.

Die Erkenntnisse des Unterausschusses zeigen drängende Herausforderungen im Kampf Mexikos gegen Folter und Misshandlung auf. Privat geführte Suchtkliniken bleiben aufgrund schwacher Aufsicht und zwanghafter Methoden ein zentrales Problem. Die Behörden stehen nun unter Druck, Ermittlungen zu intensivieren und bestehende Gesetze konsequenter durchzusetzen.

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