US-Repräsentantenhaus beschleunigt Tarifverhandlungen mit neuem Gesetz
Amelie KrügerUS-Repräsentantenhaus beschleunigt Tarifverhandlungen mit neuem Gesetz
Das US-Repräsentantenhaus hat den Faster Labor Contracts Act verabschiedet, der Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und neu gegründeten Gewerkschaften beschleunigen soll. Der demokratische Abgeordnete Donald Norcross hatte den Gesetzentwurf bereits im September vergangenen Jahres eingebracht. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen, innerhalb von zehn Tagen nach der Anerkennung einer Gewerkschaft mit Tarifverhandlungen zu beginnen. Sollte nach 90 Tagen keine Einigung erzielt werden, sieht der Entwurf einen verbindlichen Zeitplan für eine Vermittlung und weitere Schritte vor.
Befürworter argumentieren, dass der Gesetzentwurf Verzögerungen bei Tarifvereinbarungen deutlich reduziert. Norcross erreichte die Abstimmung im Plenum durch ein Discharge Petition-Verfahren und sammelte innerhalb eines Monats die benötigten 218 Unterschriften. Die endgültige Abstimmung endete mit 230 zu 193 Stimmen, wobei sich 20 Republikaner den Demokraten anschlossen.
Schon im März 2025 hatte der republikanische Senator Josh Hawley aus Missouri einen begleitenden Gesetzentwurf eingebracht. Dieser zählt 15 Mitunterzeichner, darunter zwei Republikaner und 13 Demokraten. Die Verabschiedung im Repräsentantenhaus markiert einen seltenen Moment der überparteilichen Zusammenarbeit in Arbeitsfragen. Der Gesetzentwurf muss nun den weiteren legislativen Prozess durchlaufen, bevor er in Kraft treten kann.
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