31 May 2026, 06:05

Wie Tim Raue von einer Berliner Straßenbande zum Sternekoch wurde

Prominent Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Wie Tim Raue von einer Berliner Straßenbande zum Sternekoch wurde

Der gefeierte Sternekoch Tim Raue gehörte als Jugendlicher einmal zu einer Berliner Straßenbande. Zwischen 14 und 16 Jahren war er das einzige deutsche Mitglied der „36 Boys“ in Kreuzberg – einer Gruppe, die aus dem Verlangen nach Anerkennung und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit in einem rauen Viertel entstand.

Die Aufnahme in die Bande verlangte eine brutale Initiation: Neue Mitglieder mussten sich drei Minuten lang gegen zwei bestehende Mitglieder durchsetzen, ohne aufzugeben. Raue trägt bis heute eine Narbe von der Prügel, die er bei seiner eigenen Aufnahme erlitten hat. Obwohl er die vollen drei Minuten nicht durchhielt, bewies er, dass er nicht fliehen würde.

Zusammenstöße mit verfeindeten Banden waren an der Tagesordnung, und die „36 Boys“ waren oft in der Unterzahl. Raue gibt zu, dass er manchmal die Flucht ergreifen wollte, doch er wusste: Er musste standhalten. Der Druck, Mut und Loyalität zu beweisen, war ständig präsent.

Heute lehnt Raue Gewalt ab, doch er erkennt die Denkweise an, die ihn damals in der Bande hielt. Die Erfahrung prägte seine frühen Jahre – mit körperlichen wie seelischen Spuren.

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Mit 16 endete Raues Zeit bei den „36 Boys". Die Kultur aus Konfrontation und bedingungsloser Treue hinterließ bleibende Eindrücke, auch wenn er Gewalt heute ablehnt. Seine Geschichte spiegelt die harte Realität des Straßenlebens im Berlin der 1980er-Jahre wider.

Quelle