Xanax-Missbrauch unter Münchner Jugendlichen: Warum *Xanny* zum gefährlichen Trend wird

Xanax-Missbrauch unter Münchner Jugendlichen: Warum *Xanny* zum gefährlichen Trend wird
Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Xanax – oft als Xanny bezeichnet – nimmt unter Jugendlichen in München und anderen Städten stark zu. Besondere Betroffenheit zeigt sich in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen, für die das Medikament zunehmend als scheinbar einfacher Ausweg aus dem Alltag gilt. Die wachsende Beliebtheit hängt eng mit Einflüssen aus Musik, sozialen Medien und der Jugendkultur insgesamt zusammen.
Xanax – der Wirkstoff Alprazolam – ist seit etwa 2017 ein wiederkehrendes Thema in Rap und Hip-Hop. Internationale Künstler wie Lil Peep und XXXTentacion haben den Slang-Begriff Xanny in die populäre Jugendkultur getragen. Zwar gibt es in München keine lokale Musikikone, die diese Entwicklung maßgeblich vorantreibt, doch verbreitet sich der Trend rasant – vor allem über Plattformen wie Instagram und TikTok.
Billie Eilishs Album When We All Fall Asleep, Where Do We Go? aus dem Jahr 2019 lenkte zusätzliche Aufmerksamkeit auf das Problem, da mehrere Songs Bezüge zu Xanny herstellen. Auch andere Musiker wie Money Boy erwähnen die Substanz in ihren Texten und verstärken so ihre Präsenz in jugendlichen Diskursen. Für viele Teenager, insbesondere zwischen 16 und 18 Jahren, wird das Medikament durch seine mediale Darstellung oft verharmlost. In München ist Xanax häufig leichter erhältlich als Opioide oder Valium, was es zur bevorzugten Wahl unter jungen Konsumenten macht. Manche kombinieren es mit Cannabis oder anderen Substanzen – und erhöhen damit das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Folgen.
Der Missbrauch kann zu Abhängigkeit, psychischen Erkrankungen und langfristigen sozialen Problemen führen. Experten warnen, dass Jugendliche besonders gefährdet sind, da sich ihr Gehirn und ihre emotionale Entwicklung noch in der Reifung befinden. Trotz der bekannten Gefahren wächst die Attraktivität des Mittels als schnelle Lösung gegen Stress oder Realitätsflucht. In Kombination mit anderen beruhigenden Substanzen kann Xanax lebensbedrohliche Wirkungen entfalten – doch viele Nutzer sind sich der Risiken nicht bewusst.
Der Anstieg des Xanny-Konsums spiegelt tiefgreifende kulturelle Verschiebungen wider, die von Musik und digitalen Einflüssen getrieben werden. Junge Menschen in München und darüber hinaus sehen sich durch die leichte Verfügbarkeit und die zunehmende Normalisierung des Konsums besonderen Gefahren ausgesetzt. Gesundheitsbehörden betonen weiterhin die Bedeutung von Aufklärung und frühzeitigen Präventionsmaßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

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