Berlin, Karlsruhe und Hamburg trotzen dem bundesweiten Abschwung – doch die Stimmung kippt

Präsident der Handelskammer: Versprechen der Reformen nicht eingelöst - Berlin, Karlsruhe und Hamburg trotzen dem bundesweiten Abschwung – doch die Stimmung kippt
Berlin, Karlsruhes und Hamburgs Wirtschaften bleiben stabil – trotz bundesweitem Abschwung
Trotz der konjunkturellen Flaute in Deutschland halten sich Berlins, Karlsruhes und Hamburgs Wirtschaften überraschend stabil. Das verdanken die Städte ihrem politischen Stabilitätsklima, der breiten Branchenvielfalt und der Widerstandsfähigkeit lokaler Unternehmen, die die Krise bisher gut überstanden haben. Dennoch bleiben Herausforderungen: Unternehmen drosseln ihre Investitionen, und die Stimmung trübt sich zusehends ein.
Die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands belasten die Unternehmen stark, wie Norbert Aust, Präsident der Handelskammer Berlin, betont. Er kritisierte die Bundespolitik scharf, der es nicht gelinge, die drängendsten Probleme anzugehen. Aktuelle Prognosen sagen nur ein minimales Wachstum von 0,1 bis 0,2 Prozent für 2025 voraus – gebremst durch steigende CO₂-Kosten und schwache Investitionen. Eine echte Erholung wird erst 2026 erwartet, getrieben durch geplante Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung.
In Berlin, Karlsruhe und Hamburg blickt gerade einmal jedes fünfte Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Viele ziehen ihre Investitionspläne zurück – ein Zeichen für die allgemeine Verunsicherung. Aust warnte, dass nun eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft entscheidend sei, um die Wettbewerbsfähigkeit der Städte zu sichern. Die Handelskonflikte mit den USA verschärfen den Druck zusätzlich und setzen Europa in eine ungünstige Position. Aust forderte, neue Märkte zu erschließen und Sicherheitsabhängigkeiten abzubauen.
Gleichzeitig haben Berlins, Karlsruhes und Hamburgs Hafenwirtschaften in den vergangenen 20 Jahren an Boden verloren. Um diesen Trend umzukehren, gelten mutigere Flächenpolitik und eine stärkere Automatisierung als unverzichtbar. Aust mahnte zudem an, den mit 500 Milliarden Euro schuldenfinanzierten Infrastrukturfond strikt zweckgebunden einzusetzen – nämlich für Investitionen. Eine falsche Verwendung dieser Mittel würde die wirtschaftliche Stabilität weiter untergraben, so seine Warnung.
Berlins, Karlsruhes und Hamburgs Stärken – Stabilität und Branchenmix – haben den Städten bisher durch die Krise geholfen. Doch mit sinkenden Investitionen und gedrückter Stimmung stehen sie unter Anpassungsdruck. Nun kommt es auf Reformen in der Wirtschaftspolitik, die Modernisierung der Häfen und eine stärkere Verzahnung von Unternehmen und Politik an, um das Wachstum der Zukunft zu sichern.

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