Berlin zeigt Zilles verborgene Meisterwerke – ein Museum kämpft ums Überleben
Berlin zeigt Zilles verborgene Meisterwerke – ein Museum kämpft ums Überleben
Eine neue Ausstellung in Berlin rückt die weniger bekannten Werke Heinrich Zilles in den Fokus – eines der berühmtesten Illustratoren Deutschlands. Unter dem Titel „Heinrich Zille – Das Original: Verborgene Werke“ ist die Schau noch bis Juli zu sehen und gibt Besuchern die Gelegenheit, die vielfältigen und technisch versierten Kreationen des Künstlers zu entdecken. Die Ausstellung findet statt, während das Zille-Museum weiterhin um Besucher und die Sicherung seiner Zukunft kämpft.
Heinrich Zille (1858–1929) wurde vor allem durch seine scharfsinnigen, oft humorvollen Zeichnungen bekannt, die schonungslos die harten Realitäten Berliner Arbeiterfamilien offenlegten. Seine ungeschönten Darstellungen von Armut und Großstadtleben machten ihn zu einer Legende. Doch neben seinem gesellschaftskritischen Werk fertigte Zille unter Pseudonym auch pornografische Skizzen an, um sich ein Zubrot zu verdienen. Einige dieser freizügigen Arbeiten sind nun in einer diskreten Ecke des Zille-Museum im Berliner Nikolaiviertel zu sehen.
Die aktuelle Ausstellung stützt sich stark auf Leihgaben privater Sammler, darunter Zilles Urenkel Heinjörg Preetz-Zille, der den Freundeskreis des Museums leitet. Preetz-Zille bedankte sich öffentlich bei den Leihgebern, die die Schau erst möglich gemacht haben. Gleichzeitig hob der Kunsthistoriker Matthias Flügge Zilles Genie hervor, indem er den Bildhauer Ernst Barlach zitierte, der einst das außergewöhnliche Talent des Künstlers lobte. Trotz Zilles anhaltender Popularität sieht sich das Museum immer wieder in seiner Existenz bedroht. Die Besucherzahlen schwanken, und jüngere Generationen kennen sein Werk kaum. Museumsleiterin Kerstin Siegling appellierte an die Besucher, das Museum bekannter zu machen, um sein Profil zu stärken. Die Einrichtung besitzt keine Originale Zilles und ist vollständig auf temporäre und Dauerleihgaben angewiesen – darunter auch Stücke aus der Privatsammlung von Preetz-Zille. Die größte bekannte Sammlung von Zille-Werken gehört Friede Springer, der Witwe des Medienmagnaten Axel Springer. Zwar sind ihre genauen Bestände nicht dokumentiert, doch ihre Stiftung fördert kulturelle Projekte, darunter auch Ausstellungen wie diese.
Die Schau „Verborgene Werke“ gewährt einen seltenen Einblick in Zilles breites künstlerisches Spektrum – von gesellschaftlicher Satire bis hin zu technischer Meisterschaft. Ihr Erfolg könnte eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Museums spielen. Vorerst setzen die Veranstalter auf die Unterstützung der Öffentlichkeit, um Zilles Erbe für neue Generationen lebendig zu halten.
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