Bundesregierung verlängert Jobgarantie für PCK-Raffinerie-Mitarbeiter

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Ein Gebäude mit Text darauf, zwei große Tanker, mehrere Metallstangen, einige kleine Tanks auf einem grasbewachsenen Feld, eine Kabine, einige Strommasten und Kabel, einige Bäume und Wolken am Himmel.

Bundesregierung verlängert Jobgarantie für PCK-Raffinerie-Mitarbeiter - Bundesregierung verlängert Jobgarantie für PCK-Raffinerie-Mitarbeiter

Die Bundesregierung hat die Beschäftigungsgarantien für die Mitarbeiter der PCK-Raffinerie in Schwedt, Brandenburg, bis Mitte 2026 verlängert. Mit dieser Entscheidung soll der Standort stabilisiert und die Energieversorgungssicherheit der Region gewährleistet werden. Die Raffinerie, die einst ausschließlich russisches Öl verarbeitete, hat inzwischen auf alternative Lieferanten umgestellt.

Die PCK-Raffinerie befindet sich zu 54 Prozent im Besitz deutscher Tochtergesellschaften von Rosneft, dem russischen staatlichen Energiekonzern. Diese Tochterunternehmen stehen aufgrund von Sanktionen im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine weiterhin unter Bundesverwaltung. Die verbleibenden 46 Prozent der Anteile sind in den verfügbaren Unterlagen nicht öffentlich ausgewiesen.

Bis 2023 verarbeitete die Raffinerie ausschließlich russisches Öl, das über die Druschba-Pipeline geliefert wurde. Nach dem Beschluss der Bundesregierung, sich schrittweise von russischem Pipeline-Öl zu lösen, erfolgte jedoch der Wechsel zu anderen Lieferanten. Die Anlage versorgt nun Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Westpolens mit Treibstoff, Heizöl, Kerosin und anderen wichtigen Produkten. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonten die Bedeutung der Raffinerie für die Energiesicherheit und die regionale Strukturpolitik. Die Verlängerung der Beschäftigungsgarantien bietet den Mitarbeitern und dem Standort selbst Planungssicherheit. Zudem sind für das erste Halbjahr 2026 weitere Investitionen und Ansiedlungsprojekte vorgesehen, um die langfristige Zukunft der Raffinerie zu sichern.

Die Beschäftigungsgarantien gelten bis zum 30. Juni 2026 und schützen die Belegschaft während der Umstellung auf neue Lieferketten. Ab dem kommenden Jahr sollen zusätzliche Investitionen die Bedeutung des Standorts für die regionale Beschäftigung und die übergeordneten Energiebedürfnisse weiter stärken.